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DGAP-IRE: Bien-Zenker AG: -2-

DJ DGAP-IRE: Bien-Zenker AG:

Bien-Zenker AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG 14.11.2008 Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
=-------------------------------------------------------------------------- 
 
 
BIEN-ZENKER AG, Schlüchtern 
Wertpapier-Kenn-Nummer: 522 810 
Zwischenmitteilung gemäß § 37x WpHG 
 
Schlüchtern, 14. November 2008 
 
 
Konjunkturelle Entwicklung 
 
Im dritten Quartal 2008 hat sich weltweit die Konjunktur als Folge der 
internationalen Finanzkrise deutlich abgeschwächt. Die führenden 
Wirtschaftsnationen - allen voran die Verei¬nigten Staaten von Amerika - 
mussten mit bisher in ihrem Ausmaß nicht bekannten Rettungsaktionen ihre 
Finanzinstitute stützen. Auch die Bundesregierung sah sich veranlasst, 
einen Sonderfonds zur Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) in Höhe von 480 
Milliarden EUR für die Banken einzurichten, welcher in kürzester Zeit von 
den parlamentarischen Gre¬mien verabschiedet wurde. Mit dem raschen 
Eingreifen des Staates sollte zum einen die Geld- und Kreditversorgung 
sichergestellt und zum anderen die Auswirkungen auf die Real¬wirtschaft 
möglichst klein gehalten werden. 
 
Die bereits seit August stark rückläufigen Auftragseingänge des 
verarbeitenden Gewerbes und die angekündigten Produktionseinschränkungen 
der Industrie für das letzte Quartal 2008 sind eindeutige Frühindikatoren 
für den Rückgang der Binnenkonjunktur. Die Lage am Arbeitsmarkt erweist 
sich dank der Reformen in den letzten Jahren noch als stabil. Die Zahl der 
Erwerbstätigen nahm im dritten Quartal 2008 um knapp 400.000 zu. 
 
Für das Jahr 2008 halten die Konjunkturexperten trotz der gegenwärtigen 
Krise an ihrer Wachstumsprognose des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 % im 
Vergleich zum Vorjahr fest. 
 
 
Marktentwicklung Wohnungsbau 
 
Die Bauinvestitionen im Wohnungsbau verlagern sich in den letzten Jahren 
immer stärker zu Gunsten der Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden in Form 
von Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen (z.B. energetische 
Gebäudesanierung). Während die Bauinvestitionen Ende der neunziger Jahre 
zwischen Neubau und Modernisierung noch annähernd gleich verteilt waren, 
beträgt der Anteil des Wohnungsneubaus aktuell nur noch ein Viertel der 
gesamten Investitionen im Wohnungsbau. 
 
Die Baugenehmigungen für Wohnungen in neu errichteten Gebäuden haben sich 
im Vergleich zum Vorjahr in den ersten 8 Monaten 2008 von 107.000 auf 
103.400 Genehmigungen reduziert, nachdem bereits im Vorjahr ein starker 
Rückgang von 27 % zu verzeichnen war. Der Rückgang der Baugenehmigungen 
entfällt in diesem Jahr insbesondere auf den Ein- und Zweifamilienhausbau. 
Im Eigenheimbau ermäßigten sich die Bewilligungen im Vergleich zum Vorjahr 
von 63.800 auf 60.800 Einheiten. Für das gesamte Jahr 2008 werden aus 
heu¬tiger Sicht nur noch Baugenehmigungen von rund 90.000 (Vj.: 94.700) für 
den Ein- und Zwei¬familienhausbau erwartet. 
 
Die Baufertigstellungen bei den Eigenheimen werden sich in diesem Jahr im 
Vorjahresvergleich von 124.000 auf voraussichtlich rund 106.000 Einheiten 
reduzieren. 
 
Geschäftsentwicklung BIEN-ZENKER 
 
 
Auftragslage 
 
Der Bestelleingang im Konzern belief sich in den ersten neun Monaten auf 
86,3 Mio. EUR nach 90,0 Mio. EUR im Vorjahr (- 4,1 %). Im Segment 
Fertighausbau steigerte sich der Auftragszugang leicht von 75,8 Mio. EUR 
auf 76,3 Mio. EUR. Erfreulich ist, dass sich die Auf¬tragseingänge im 
Fertighausbau Deutschland trotz der schwierigen Marktverhältnisse um 15,1 % 
im Vergleich zum Vorjahr erhöhten. Die Zuwächse stammen im Wesentlichen aus 
dem gehobenen Kundensegment, das neben einer anspruchsvollen Architektur 
auch dem energiesparenden Bauen eine besondere Bedeutung beimisst. Mit den 
BIEN-ZENKER 
KfW 40 PLUS Häusern sprechen wir genau dieses Klientel an. Im Bereich der 
Ausbauhäuser lagen die Verkaufszahlen auf dem Niveau des Vorjahres. Auf 
Grund der Überkapazitäten im Markt ist der Preiswettbewerb äußerst scharf. 
 
Der Rückgang bei unserer österreichischen Tochtergesellschaft ist auf einen 
im Vorjahr enthaltenen größeren Auf¬tragseingang zur Errichtung von 44 
Reihenhäusern zurückzuführen. 
 
Im Segment Wohnbau ermäßigte sich der Auftragseingang von 14,2 Mio. EUR auf 
10,0 Mio. EUR. Das ermäßigte Auftragsvolumen resultiert vornehmlich aus dem 
geringeren Grundstückangebot. Im Projekt Wiesbaden-Auringen sind von 51 
Reihen- und Doppelhäusern in¬zwischen 37 Einheiten verkauft. 
 
Der Auftragsbestand im BIEN-ZENKER Konzern bewegt sich mit 74,6 Mio. EUR 
auf dem Niveau des Vorjahres (74,7 Mio. EUR). 
 
 
Umsätze 
 
Die Umsätze im Konzern sind im Dreivierteljahresvergleich um 8,5 % von 72,8 
Mio. EUR auf 79,0 Mio. EUR gestiegen. Die Anzahl der an die Kunden 
übergebenen Häuser beläuft sich auf 482 Einheiten nach 493 im Vorjahr. Der 
durchschnittliche Umsatz pro Einheit erhöhte sich von 148 TEUR auf 164 
TEUR. Im Segment Fertighausbau betrugen die Umsätze 
68,7 Mio. EUR nach 69,2 Mio. EUR im Vorjahr. Im Umsatz enthalten sind 9 
Bausatzhäuser, die nach Russland exportiert wurden. 
 
Im Segment Wohnbau erhöhten sich die Umsätze auf Grund der früheren 
Fertig¬stellungen im Vergleich zum Vorjahr von 3,6 Mio. EUR kräftig auf 
10,3 Mio. EUR. 
 
 
Investitionen 
 
Die Investitionsausgaben betrugen in der Berichtsperiode 1,9 Mio. EUR nach 
3,0 Mio. EUR im Vorjahr. Der Schwerpunkt der Investitionen lag mit 1,2 Mio. 
EUR wie in der Vergangenheit im Bereich der Musterhäuser. In Deutschland 
wurden in diesem Jahr drei Musterhäuser (Wuppertal, Bad Vilbel, Offenburg) 
und in Österreich ein Musterhaus auf der Ausstellung in Haid fertig 
gestellt. Zum Jahresende wird ein weiteres Musterhaus auf der Ausstellung 
'FertighausWelt Nürnberg (Erlangen-West)' eröffnet. 
 
Die Abschreibungen ermäßigten sich - hauptsächlich auf Grund des Verkaufs 
der Liegenschaft in Schlüchtern im letzten Geschäftsjahr - von 2,9 Mio. EUR 
auf 1,9 Mio. EUR. 
 
Personal 
 
Die Personalkosten verringerten sich in den ersten 9 Monaten um 1,0 Mio. 
EUR auf 
23,4 Mio. EUR. Die Anzahl der Beschäftigten hat sich zum 30.09.2008 im 
Vergleich zum Vorjahr um 68 auf 665 Mitarbeiter vermindert. Die Schließung 
der Produktion im Werk Michelstadt und die Zentralisierung der 
Verwaltungsaufgaben wurden planmäßig zum 30.09.2008 voll¬zogen. In den 
Personalzahlen sind die Ende September 2008 ausgeschiedenen Mitarbeiter - 
48 Arbeitnehmer des Werkes in Michelstadt - noch enthalten. Berück¬sichtigt 
man diesen Effekt, so beläuft sich die Belegschaft aktuell auf 617 
Mitarbeiter. 
 
 
Finanzen 
 
Die mangelnde Auslastung der Kapazitäten und die mit der Schließung der 
Produktionsstätte in Michelstadt verbundenen Kosten haben in der 
Berichtsperiode zu einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von - 7,2 Mio. EUR 
(Vj.: - 6,9 Mio. EUR) geführt. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich 
durch die Verkürzung der Bilanzsumme von 32,7 % auf 37,1 %. Auf Grund der 
unbefriedigenden Ertragslage befinden sich weitere Maßnahmen zur 
Kosteneinsparung sowie zur Verschlankung der Prozesse und der Organisation 
in der Umsetzung. 
 
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit verbesserte sich in der 
Berichtsperiode von 
- 11,2 Mio. EUR auf - 2,7 Mio. EUR. Der Mittelabfluss aus der 
Investitionstätigkeit verminderte sich von 2,5 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR. 
Die Bankverbindlichkeiten reduzierten sich im laufenden Geschäftsjahr um 
2,7 Mio. EUR. 
 
Die Nettobankverschuldung verbesserte sich im Ver¬gleich zum Vorjahr 
erheblich von 
24,3 Mio. EUR auf 5,8 Mio. EUR. 
 
 
Ausblick 
 
Nach dem Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute wird die 
deutsche Wirtschaft in 2009 voraussichtlich nur noch um 0,2 % wachsen, aber 
auch ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 % wird in einem 
Risikoszenario nicht mehr ausgeschlossen. Die Auswirkungen der 
internationalen Finanzkrise auf den Wohnungsneubau lassen sich aus heutiger 
Sicht nur schwer einschätzen. Es bleibt zu hoffen, dass die Banken - 
gegebenenfalls mit Unterstützung des Staates - die Finanzierung von 
Bauprojekten sicher stellen kön¬nen. Für den Wohnungsbau bedeutet die 
erwartete Konjunkturabschwächung eine zusätz¬liche Belastung, da mit einer 
Belebung der seit 2007 nachlassenden Bautätigkeit im Wohnungsneubau alsbald 
noch nicht zu rechnen ist. 
 
Die neue Wohn-Riester-Förderung bietet für die Kunden zu wenig Anreiz, um 
nachhaltige und kurzfristige Impulse auf die Neubautätigkeit auszulösen. 
Der Ruf nach besseren Förderungsmaßnahmen wird nicht ausbleiben, da sie für 
die Existenz des deutschen Wohnungsbaus notwen¬dig sein werden. Die 
momentane Finanzkrise mag auch eine gute Seite haben, da die Nach¬frage 
nach Sachwerten und sicheren Formen der Altersversorgung  künftig wieder 
einen größeren Stellenwert erreichen wird. Das Wohneigentum zur 
Eigennutzung oder als Kapitalanlage bietet in diesem Sinne ideale 
Voraussetzungen. 
 
Da die Finanzkrise auch Auswirkungen auf die Hausfinanzierung unserer 
Kunden hat, ist aus heutiger Sicht nicht auszuschließen, dass sich 
Bauvorhaben aufgrund der er¬höhten Auflagen der Banken zeitlich verzögern 
werden. 
 
BIEN-ZENKER hat mit dem Kapazitätsabbau in Michelstadt einen wichtigen 
Beitrag zur Ertragsverbesserung geleistet. Die niedrige Bankverschuldung 
und die recht komfortable Eigenkapitalausstattung sind wichtige 
Voraussetzungen, um sich in einem schwierigen Markt¬umfeld und erschwerten 

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

November 14, 2008 08:17 ET (13:17 GMT)

DJ DGAP-IRE: Bien-Zenker AG: -2-

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen behaupten zu können. Aktie Der Kurs der BIEN-ZENKER Aktie belief sich am 30.09.2008 auf 12,19 EUR und steht aktuell bei 7,69 EUR. Die der ELK Fertighaus AG zuzurechnenden Stimmrechtsanteile an der BIEN-ZENKER AG betrugen 87,3 %. Disclaimer Die Zwischenmitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen. BIEN-ZENKER AG Der Vorstand 14.11.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP =-------------------------------------------------------------------------- Sprache: Deutsch Emittent: Bien-Zenker AG Am Distelrasen 2 36381 Schlüchtern Deutschland Internet: www.bien-zenker.de Ende der Mitteilung DGAP News-Service =--------------------------------------------------------------------------

(END) Dow Jones Newswires

November 14, 2008 08:17 ET (13:17 GMT)

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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