Frankfurt (BoerseGo.de) - Der Unternehmer Adolf Merckle hat im Zusammenhang mit Fehlspekulationen bei VW im Oktober und November offenbar rund eine Milliarde Euro verloren und ist nun unter finanziellen Druck geraten. Merckle ist damit das erste prominente Opfer der Spekulation um Volkswagen.
Derzeit laufen bereits Verhandlungen mit den Banken über eine Lösung des Problems. "Wir stehen mit den Banken in Verhandlungen zur Stabilisierung der Situation. Diese Verhandlungen sind weit fortgeschritten", bestätigte sein Sohn Ludwig Merckle gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ).
Merckle soll auf einen fallenden VW-Kurs gesetzt und Put-Optionen in großem Stil gekauft haben. Tatsächlich schoss der Kurs der VW-Aktien aber massiv in die Höhe. In informierten Kreisen heißt es, die schon realisierten und die noch drohenden Verluste seien so groß geworden, dass nun über den Verkauf des Generikaherstellers Ratiopharm spekuliert wird. Aber auch die Beteiligung am Zementhersteller HeidelbergCement könnte betroffen sein.
