DJ DGAP-IRE: DBV-Winterthur Holding AG:
DBV-Winterthur Holding AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG 18.11.2008 Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.=--------------------------------------------------------------------------
DBV-Wintherthur Holding AG
Zwischenmitteilung der Geschäftsführung der DBV-Winterthur Holding AG
nach § 37 x WpHG zum 30. September 2008
Der Geschäftsverlauf bis zum 30.09.2008
Beitragsvolumen von 3.078 Mio. Euro
Für die deutschen Versicherer ist das Marktumfeld noch immer schwierig.
Angesichts hoher Preissteigerungen ist der finanzielle Spielraum der
Haushalte für Vorsorge eingeschränkt, in der Schaden- und
Unfallversicherung herrscht weiterhin ein scharfer Preiswettbewerb und die
jüngste Gesundheitsreform engt das Neugeschäftspotenzial der privaten
Krankenversicherer stark ein. Vor diesem Hintergrund gingen bei den
DBV-Winterthur Versicherungsgesellschaften in den ersten neun Monaten des
Geschäftsjahrs 2008 die Beitragseinnahmen -bereinigt um den Effekt der
Verschmelzung der DBV-Winterthur Krankenversicherung AG mit der AXA
Krankenversicherung AG - gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahrs um
2,6 % auf 3.078 Mio. Euro zurück.
In der Lebensversicherung verringerten sich die gebuchten Beiträge um 9,5 %
auf 942 Mio. Euro. Der Rückgang resultiert überwiegend aus der Kündigung
eines Großvertrages im Januar 2008 und den rückläufigen Beitragseinnahmen
bei unserem Produkt WinCash, das im Vorjahr überdurchschnittlich gewachsen
war. Im Neugeschäft nahmen die Beiträge auf Grund des schwierigen
Marktumfeldes um 7,6 % ab.
Die gebuchten Bruttobeiträge in der privaten Krankenversicherung lagen in
den ersten drei Quartalen dieses Jahres bei 1.567 Mio. Euro verglichen mit
799 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der starke Anstieg der
Beitragseinnahmen lässt sich vor allem durch die im Juli 2008 erfolgte
Verschmelzung der beiden Krankenversicherer der AXA und der DBV Winterthur
erklären. Auf vergleichbarer Basis zum Vorjahreszeitraum stiegen die
Einnahmen um 1,9 %.
Die Brutto-Beitragseinnahmen unseres Geschäftssegments Schaden- und
Unfallversicherung verringerten sich im Berichtszeitraum um 2,4 % auf 568
Mio. Euro.
Dies betraf sowohl das Privatkundengeschäft (-2,3 %) als auch das
Firmenkundengeschäft (-2,9 %). Im hart umkämpften und durch rückläufige
Preise gekennzeichneten Kraftfahrtversicherungsmarkt beteiligte sich die
DBV-Winterthur im Jahreswechslergeschäft aus Profitabilitätsgründen nicht
an dem ausgeprägten Preiswettbewerb und verzeichnete in dieser Sparte im
Berichtszeitraum einen Rückgang des Vertragsbestandes um 18.000 Verträge.
Im Firmenkundengeschäft beruht der Beitragsrückgang hauptsächlich auf dem
Bereich der industriellen Sachversicherung und der Transportversicherung.
Besonders in der Transportversicherung macht sich bemerkbar, dass Makler
zunehmend eine stärkere Verteilung der Risiken auf mehrere unabhängige
Risikoträger anstreben.
Schadenentwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung
Die Schadenquote hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert.
Aufgrund der beträchtlichen Schäden durch Sturm Kyrill war die Schadenquote
2007 angestiegen und hat sich in diesem Jahr wieder normalisiert. Ein
weiterer Grund für die Verbesserung der Schadenquote liegt im Rückgang von
Großschäden vor allem in den Bereichen Kraftfahrt- und Sachversicherung.
Entwicklung an den weltweiten Finanzmärkten
Die Finanzmarktkrise hat in den vergangenen Wochen zu heftigen Turbulenzen
an den weltweiten Anlagemärkten geführt und auch Fragen zur Auswirkung auf
die deutsche Versicherungswirtschaft aufgeworfen. Das Komitee der
europäischen Versicherungsaufsichtsbehörden hält die jüngsten Entwicklungen
an den Finanzmärkten für die europäischen Versicherer auf Grund des
robusten Systems nicht für bedrohlich. Gleichwohl werden die Ergebnisse der
Kapitalanlagen der Versicherer von den Schwankungen an den globalen
Finanzmärkten nicht unberührt bleiben. Gerade in Zeiten volatiler
Kapitalmärkte zeigt sich die Bedeutung eines leistungsfähigen
Risikomanagementsystems für die Einhaltung der Verpflichtungen gegenüber
den Kunden. Die Kapitalanlagen der DBV-Winterthur-Gruppe werden
unter strikter Beachtung der aufsichtsrechtlichen Anlagegrundsätze der
Sicherheit und Rentabilität so angelegt, dass die dauernde Erfüllbarkeit
der Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen jederzeit sichergestellt
ist. Oberste Priorität liegt dabei auf einer ausgewogenen Mischung und
Streuung der Anlageklassen, wobei ein Hauptaugenmerk auf sicheren
festverzinslichen Wertpapieren mit hohen Ratings liegt.
Im Rahmen des dynamischen Risikomanagements konnten bereits frühzeitig
Maßnahmen zur effektiven Absicherung aller Anlageklassen gegen die
negativen Einflüsse der Finanzmarktentwicklung eingeleitet werden. Ein
spezielles Absicherungsprogramm für Aktieninvestments hat es ermöglicht,
rechtzeitig gegen die nachhaltigen Kurseinbrüche an den internationalen
Börsen gewappnet zu sein.
Dank der regelmäßigen Überprüfung der Risikotragfähigkeit der einzelnen
Konzernunternehmen verfügt die DBV-Winterthur-Gruppe über eine solide
Finanzstruktur, eine hohe Liquidität und Eigenkapitalausstattung und
erweist sich somit auch in der derzeitigen Situation als stabiler und
verlässlicher Partner für ihre Kunden und Investoren.
Beherrschungsvertrag und Squeeze-out
Der Beherrschungsvertrag zwischen der WinCom Versicherungs-Holding AG und
der DBV-Winterthur Holding AG, dem die Hauptversammlung der DBV-Winterthur
Holding AG am 3. Juli 2008 zugestimmt hat, wurde am 8. September 2008 in
das Handelsregister eingetragen und ist damit wirksam geworden.
Mehrere Aktionäre haben gegen die von der Hauptversammlung der Gesellschaft
am 3. Juli 2008 gefassten Beschlüsse über die Zustimmung zu einem
Beherrschungsvertrag der Gesellschaft mit der WinCom Versicherungs-Holding
Aktiengesellschaft (Tagesordnungspunkt 8) sowie über die Übertragung der
Aktien der Minderheitsaktionäre der Gesellschaft auf die AXA Konzern
Aktiengesellschaft als Hauptaktionärin gegen Gewährung einer angemessenen
Barabfindung gem. §§ 327a ff. AktG (Tagesordnungspunkt 9) Anfechtungs- bzw.
Nichtigkeitsklagen erhoben. Ein erster Termin zur mündlichen Verhandlung
vor dem Landgericht Frankfurt/Main wurde auf den 16. Dezember 2008
bestimmt.
Integration der DBV-Winterthur schreitet weiter voran
Die Integration der DBV-Winterthur in den deutschen AXA Konzern schreitet
weiter voran. Am 2. Juli wurde die juristische Fusion der DBV-Winterthur
Krankenversicherung und der AXA Krankenversicherung vollzogen. Die ab 2009
eintretende nächste Stufe der Gesundheitsreform
(Wettbewerbsstärkungsgesetz)zwingt die private Krankenversicherung zu
tiefgreifenden, strukturellen Änderungen.
Die juristische Fusion schafft die besten Voraussetzungen, diese
Anforderungen des Marktes - auch in den Monaten vor Inkrafttreten des
Gesetzes - im Jahr 2009 zu meistern.
In der Fusion der beiden deutschen Krankenversicherer ist ebenfalls
manifestiert,dass die Marke DBV und der besondere Fokus auf das
Geschäftsfeld Öffentlicher Dienst / Öffentlicher Sektor erhalten bleiben.
Dieses Kundensegment wird zukünftig exklusiv durch die DBV Deutsche
Beamtenversicherung Krankenversicherung in Wiesbaden bedient, die als
Zweigniederlassung der AXA Krankenversicherung fungiert.
Ein weiterer bedeutender Meilenstein innerhalb des Integrationsprozesses
erfolgte im September 2008. Zu diesem Zeitpunkt wurden die IT-Systeme von
AXA und DBV Winterthur so weit vorbereitet, dass sie die Daten der
'Alt-Systeme' aufnehmen können. Damit wurde das Fundament für gemeinsame
IT-Systeme geschaffen.
Wiesbaden, den 18.11.2008
Der Vorstand
Die DBV-Winterthur ist eine Versicherungsgruppe mit über 130-jähriger
Erfahrung auf dem deutschen Markt. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte sie
Beiträge von über 3,2 Milliarden Euro. Das Beitragsaufkommen liegt zu 45
Prozent in der Lebens-, zu 33 Prozent in der Kranken- und zu 22 Prozent in
der Schadenversicherung. Die DBV-Winterthur bietet Versicherungsprodukte in
den Sparten Lebens-,Kranken- und Schadenversicherung an, darüber hinaus
auch Finanzierungen sowie Geldanlagen. Sie ist ein Tochterunternehmen der
AXA Konzern AG und somit international in die AXA Group eingebunden.
Kontakt:
Investor Relations
Horst Kullmann, Tel. 0611/363-8221
Unternehmenskommunikation
Ulrich Bockrath, Tel. 0611/363-2593
18.11.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
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Sprache: Deutsch
Emittent: DBV-Winterthur Holding AG
Frankfurter Straße 50
65189 Wiesbaden
Deutschland
Internet: www.dbv-winterthur.de
Ende der Mitteilung DGAP News-Service
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November 18, 2008 07:32 ET (12:32 GMT)
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