Die miteinander verbundenen Automobilkonzerne
Renault
Für Renault rechnet Ghosn im laufenden Jahr mit einer operativen Marge von rund 2,5 Prozent und im kommenden Jahr mit einem Wert unter den zuvor avisierten 6 Prozent. Im Oktober hatte Ghosn das Gewinnziel für Renault bereits von 4,5 auf 2,5 bis 3 Prozent gesenkt. Den erwarteten Nissan-Gewinn bezifferte der Konzern-Lenker in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres auf "Null". Allerdings relativierte Nissan-Sprecher Simon Sproule später die Aussage seines Chefs als "Charakterisierung der erwarteten Performance" und sagte, das Unternehmen halte daran fest, im zweiten Geschäftshalbjahr einen Überschuss von 33,7 Milliarden Yen (276 Mio Euro) zu erzielen.
FORDERUNG NACH GÜNSTIGEN KREDITEN
Der drittgrößte japanische Autobauer, an dem Renault zu 44 Prozent beteiligt ist, hatte Ende Oktober seine Gewinnschätzung für das laufende Geschäftsjahr mehr als halbiert. Demnach dürfte der Überschuss nur noch 160 Milliarden Yen (1,2 Mrd Euro) betragen, statt der bislang erwarteten 340 Milliarden Yen. Grund dafür seien der starke Yen und die stagnierende Nachfrage in Europa und den USA. Der weltweite Finanzmarkt sei weiterhin wenig liquide, sagte Ghosn. Europa und Japan sollten für günstige Darlehen sorgen, damit die Autohersteller ihre Fertigung auf energieeffizientere Fahrzeuge umstellen könnten. Er unterstütze die Forderung der europäischen Hersteller nach einem 40-Milliarden-Euro -Programm.
An der Börse wurden die Äußerungen des Managers negativ aufgenommen und beide Aktien - verglichen mit dem Gesamtmarkt - überdurchschnittlich verkauft. Renault-Titel lagen am frühen Nachmittag 2,1 Prozent tiefer bei 17,26 Euro und Nissan-Papiere schlossen in Tokio 2,8 Prozent schwächer bei 346 Yen./FX/RX/edh/tw
ISIN JP3672400003 FR0000131906
AXC0128 2008-11-19/13:43
