Opel-Chef Hans Demant will die
Gelder aus einer möglichen Staatsbürgschaft mit einer Zweckbindung
für die deutschen Werke versehen. Die Investitionen, die durch diese
Bürgschaft möglich wären, könnten an in Europa gebaute neue Modelle
gebunden werden. "Rein finanztechnisch ist das kein Problem", sagte
Demant dem "Handelsblatt" (Donnerstag). Die Tochter des
angeschlagenen US-Autobauers General Motors (GM)
Mit der Bürgschaft solle auch sichergestellt werden, dass die Pläne für den nächsten Opel-Kompaktwagen Astra, das wichtigste Modell der Rüsselsheimer, nicht in Verzug geraten. "Falls nötig, würden wir einen Teil der Gelder aus einer möglichen Bürgschaft verwenden, um den Zeitplan für den Astra sicherzustellen", sagte Demant. Der Golf- Konkurrent soll nach bisherigen Plänen im Herbst 2009 an den Start gehen
Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte als eine Bedingung für ein staatliches Opel-Rettungspaket genannt, dass die Bürgschaft ausschließlich der Liquiditätsversorgung der deutschen Standorte zugute kommt. Es sei völlig unklar, wie eine Bürgschaft so an Opel vergeben werden könne, dass GM keinen Zugriff darauf habe, hatte es tags zuvor noch in Regierungskreisen geheißen.
Demant betonte, dass die Liquidität von Opel in jedem Fall für dieses Jahr und weit ins nächste Jahr hinein gesichert sei. Doch erst mit einer staatlichen Bürgschaft sei der Rüsselsheimer Autobauer, der zu 100 Prozent im Besitz von GM ist, in der Lage, auf mögliche zinsgünstige Kredite der Europäischen Investitionsbank zuzugreifen. "Erst wenn wir über eine Bürgschaft ein Kreditrating bekommen, können wir dort auch dabei sein und uns Kredite geben lassen", sagte Demant./rg/DP/tw
ISIN US3704421052
AXC0186 2008-11-19/16:35
