Die Postbank-Aktien
Ein Händler sagte: "Es passt schon sehr gut, dass diese Spekulationen im Zuge der Kapitalerhöhung der Postbank fallen gelassen werden. Wenn man bedenkt, dass die jungen Aktien zu Kursen über 18 Euro angeboten werden, braucht es wohl noch ein paar konkretere Aussagen seitens der Deutschen Bank, um die Offerte attraktiv zu machen." Dass die Deutsche Bank so handele, sei konsequent, nachdem sie sich bei Kursen zu 29,75 Euro an der Postbank beteiligt und eine Übernahme nicht ausgeschlossen haben. "Dann ist das derzeitige Kursniveau mehr als verlockend." Die Frage aber für die Deutsche Bank laute, wo das Geld für die restlichen Anteile herkommen soll.
Ein weiterer Börsianer meinte: "Es macht Sinn für die Deutsche Bank, bis auf 50 Prozent zuzukaufen, damit sie die Postbank in der Bilanz voll konsolidieren kann. Ansonsten gibt es wegen des aktuell niedrigen Preises der Postbank-Aktie eine Abschreibung auf den bisherigen Postbank-Anteil der Deutschen Bank."
"Dass die Deutsche Bank die Postbank übernehmen will, ist nicht überraschend, denn die Struktur des Transaktionsvorhabens ist darauf ausgerichtet, dass es zu einer vollständigen Übernahme kommt", sagte ein Analyst. Die Deutsche Bank sei aber recht clever, wenn sie darüber nachdenkt, über derivative Strukturen den aktuell niedrigen Kurs zu nutzen, ohne ein Übernahmeangebot machen zu müssen. "Dass so etwas möglich ist, zeigt ja das Vorgehen von Porsche bei VW oder von Schaeffler bei Conti", sagte er. Dadurch könne die Deutsche Bank womöglich den durchschnittlichen Übernahmepreis für die Postbank senken./ck/she
ISIN DE0008001009 DE0005140008
AXC0198 2008-11-19/17:03
