DJ Wall Street sehr schwach - Dow-Jones-Index unter 8.000 Punkten
NEW YORK (Dow Jones)--Erstmals seit fünf Jahren hat der Dow-Jones-Index unter 8.000 Punkten geschlossen. In zwei großen Abwärtswellen im frühen und im späten Handel haben sich die Indizes nach anfänglichen Aufschlägen hin zu drastischen Abgaben bewegt. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) verlor 5,1% bzw 427 Punkte auf 7.997. Der S&P-500 gab 6,1% bzw 53 Punkte auf 807 ab. Der Nasdaq-Composite fiel um 6,5% bzw 97 Punkte auf 1.386. Das Umsatzvolumen lag bei 1,63 (Dienstag: 1,60) Mrd Aktien. Kursgewinne verzeichneten 158 Titel, während 2.945 Verlierer gesehen wurden und 40 Titel unverändert schlossen.
Die Investoren zeigten sich von mehreren Ängsten gepeinigt. So rückte am Berichtstag immer stärker die Furcht vor Deflation in den Fokus. Anlass boten unerwartet niedrige Konsumentenpreise. Am späten Nachmittag wurde dann das Fed-Protokoll von Ende Oktober veröffentlicht, in dem die Wachstumssorgen, die rückläufige Teuerung sowie die Angemessenheit weiter Zinssenkungen festgehalten wurden. Daneben lastete vor allem auf den Auto- und den Finanzwerten die Furcht vor einer Abwärtsspirale.
Größter Verlierer unter den US-Standardwerten waren die Titel von Citigroup, die um 23% auf 6,45 USd einbrachen. Die Bank wird die restlichen Vermögenswerte übernehmen, die noch in strukturierten Investmentvehikeln des Unternehmens gelagert sind. Die New Yorker Bank will ihr Engagement bei solchen außerhalb der Bilanz geführten Gebilden beenden. Derzeit beliefen sich die noch in SIVs geführten Aktiva auf 17,4 Mrd USD, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Citigroup werde die Vermögenswerte dann als zum Verkauf stehend führen.
Für J.P. Morgan ging es um 11,4% auf 28,74 USD nach unten, Bank of America gaben um 14% auf 13,06 USD nach. De Titel des ums Überleben kämpfenden Automobilherstellers General Motors fielen um 9,7% auf 2,79 USD. Im S&P-500-Index geht es für den Titel des kaum besser dastehenden Wettbewerbers Ford um 25% auf 1,26 USD nach unten.
Besser konnten sich die als defensiv geltenden Titel halten. So gaben die Aktien von Coca-Cola "nur" 2,8% auf 42,27 USD nach. Für den Schnellrestaurantbetreiber McDonald's ging es um 1,9% auf 55,44 USD nach unten. Hewlett-Packard profitierten von den am Vortag vorgelegten und unerwartet gut ausgefallenen Quartalszahlen. Die Aktien des weltgrößten Rechnerherstellers hielten sich mit minus 1,7% auf 33,053 USD recht gut.
In der zweiten Reihe verbilligten sich Best Buy um 11,4% auf 18,58 USD. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat ihre Einstufung der Anleihen des Händlers von Unterhaltungselektronik auf "BBB-", eine Ebene über dem Niveau von Junk Bonds, reduziert.
DJG/DJN/raz
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November 19, 2008 16:43 ET (21:43 GMT)
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