DJ MORNING BRIEFING - Märkte (Europa)
===
ÜBERSICHT INDIZES
INDEX zuletzt +/- % DAX 4.354 -4,9% DAX-Future 4.294 -6,9% MDAX 4.927 -4,9% TecDAX 457 -7,6% Euro-Stoxx-50 2.295 -4,0% Stoxx-50 2.032 -4,5% Dow-Jones 7.997 -5,1% S&P-500-Index 807 -6,1% Nasdaq-Comp. 1.386 -6,5% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 119,95 83
AKTIENMARKT
EURO-STOXX-50/STOXX-50
Angesichts der schwachen Vorgaben der US- und asiatischen Börsen erwarten Händler, dass die bedeutenden europäischen Aktienindizes mit neuerlichen Verlusten in den Donnerstag starten werden. Nach Handelsschluss in Europa hatte an Wall Street der Dow-Jones-Index um 3,1% nachgegeben und hat mit 7.997 Punkten erstmals seit März 2003 unter der Marke von 8.000 Zählern geschlossen. Für den marktbreiteren S&P-500-Index war es nach der Schlussglocke in Europa gar noch um 3,5% nach unten gegangen. Neben dem Überlebenskampf der US-Automobilindustrie haben dabei in erster Linie das Protokoll der Federal Reserve (Fed) zur vorangegangenen geldpolitischen Entscheidung und die jüngsten makroökonomischen Prognosen der US-Notenbank die Stimmung der Börsianer belastet. "Der düstere Ausblick, den die Federal Reserve gegeben hat, dürfte in Europa noch nicht eingepreist sein", sagt ein Händler. Das mögliche Scheitern des Buhlens von General Motors, Ford und Chrysler um Staatshilfen hält er hingegen für großteils in den Kursen enthalten. "Neben dem Makro-Put wird sich sicher aber auch die Markttechnik auf die Kurse auswirken", ergänzt der Marktteilnehmer. Denn viele der US- und asiatischen Indizes hätten nunmehr in dieser Hinsicht wichtige Niveaus nach unten durchbrochen. Neue Impulse für das Handelsgeschehen an den europäischen Börsen erwartet er von den avisierten Konjunkturdaten. Aus Europa stehen die britischen Einzelhandelsumsätze für Oktober auf der Agenda, aus den USA werden die wöchentlichen Erstanträge auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung, der Philly-Fed-Index für November sowie der Index der Frühindikatoren für Oktober erwartet.
DAX/MDAX/TECDAX
Sehr schwach - Mit einem weiteren schwarzen Börsen-Tag ist der DAX aus dem Handel gegangen. Vor allem Gewinnwarnungen und zerschlagene Hoffnungen ließen den DAX abstürzen. Der Hauptdruck ging nach Händlerangaben jedoch vom Terminmarkt aus. Der deutsche Aktienmarkt gehörte damit zu den schwächsten in Europa. Besonders die überraschende Gewinnwarnung von BASF lasteten seit Mittag auf dem Markt. Auch der autonahe Roboterhersteller Kuka warnte. Hoffnungen auf eine schnelle Übernahme der Postbank zerschlugen sich indes. Auch das Übernahmeangebot von Solarworld für Opel stützte den Markt nicht. Im Sog der BASF-Gewinnwarnung wurden andere Branchenaktien wie Lanxess und Bayer in Mitleidenschaft gezogen. Bayer verloren 4%, Lanxess 3,3%. Zerplatzte Träume kennzeichneten den Kurs der Postbank. Nach einer kurzen Hoffnung auf eine Komplettübernahme durch die Deutsche Bank legten Postbank nur noch 1,1% zu. Für Wirbel sorgte Solarworld mit einem Übernahmeangebot für Opel. Solarworld brachen um 19,1% ein. Nach einer Gewinnwarnung fielen Kuka um 9,2%.
DAX-FUTURES
Sehr schwach - Der DAX-Futures beschleunigte seine Abwärtsbewegung auch nach Schluss der Kassamärkte. Der Kontrakt sei bei rund 4.420 aus einer Bärenflagge nach unten durchgebrochen, was die Dynamik beschleunigt habe, so Stimmen aus dem Handel. Mit dem Bruch durch die 4.300 Punkte liege das nächste Ziel bei Kursen um 3.900 Zähler.
RENTEN-/GELDMARKT
RENTEN-FUTURES
Fester - Gestützt habe die Erwartung eines starken Rückgangs der US-Verbraucherpreise. Diese kamen tatsächlich stärker zurück als der Konsens der Volkswirte erwarten ließ. Mit -0,1% gab die Kernrate stärker nach als mit +0,1% erwartet worden war. Insgesamt gingen die US-Preise im Oktober sogar um 1% zurück und damit stärker als die erwarteten 0,8%. An dem Widerstandsbereich unterhalb 120% werde der Bund jedoch zunächst konsolidieren müssen, so technische Analysten.
GELDMARKT
Mit Tagesgeldsätzen auf Vortagsniveau rechnen Händler für Donnerstag.
DEVISENMARKT
Euro und Dollar zeigen sich zu Beginn des europäisch dominierten Handels leichter gegenüber dem Yen. Vor dem Hintergrund der fallenden Kurse an den asiatischen Börsen, der Nikkei-225 schloss mit einem Abschlag von 6,9%, komme es zu verstärkten Käufen im Yen. Grundsätzlich dürften bei weiter nachgebenden Aktienkursen Dollar und Yen profitieren, heißt es am Morgen.
DEVISEN zuletzt +/- % (ggü 0.00 Uhr) EUR/USD 1,2487 -0,1% EUR/JPY 118,7326 -0,8% EUR/CHF 1,5146 -0,1% USD/JPY 95,0950 -0,7% USD/CHF 1,2131 0,0% GBP/USD 1,4957 0,0% EUR/GBP 0,8348 -0,1%
ÖLMARKT (NYMEX LIGHT SWEET)
aktuell Vortag New York USD 52,72 53,62
Weiter nach unten ging es mit dem Ölpreis am Mittwoch an der Nymex. Der Dezemberkontrakt auf ein Barrel der Rohölsorte Light, Sweet Crude büßt an der New Yorker Rohstoffbörse schloss mit Abschlägen von 0,77 USD oder 1,4% auf 53,62 USD. Am Vormittag hatte der Ölpreis bei 53,30 USD ein neues Jahrestief markiert. Teilnehmer verwiesen zur Begründung für die neuerliche Schwäche auf die wöchentlichen US-Rohöllagerbestände. Diese sind in der Woche zum 14. November im Vergleich zur Vorwoche um 1,599 Mio Barrel gestiegen. Analysten hatten einen leichteren Anstieg um 0,9 Mio Barrel prognostiziert.
AUSBLICK KONJUNKTUR
-DE
08:00 Destatis, Erzeugerpreise Oktober
PROGNOSE: -0,7% gg Vm/+7,1% gg Vj
zuvor: +0,3% gg Vm/+8,3% gg Vj
- GB
10:30 Einzelhandelsumsatz Oktober
PROGNOSE: -1,0% gg Vm/+1,3% gg Vj
zuvor: -0,4% gg Vm/+1,8% gg Vj
AUSBLICK UNTERNEHMEN (u.a.)
Ahold: Ergebnis 3Q
Air France.KLM: Ergebnis 1H
voestalpine: Ergebnis 2Q
bwin Interactive Entertainment: Ergebnis 3Q
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment: Ergebnis 3Q
Flughafen Wien: Ergebnis 9 Monate
=== DJG/raz/ros
(END) Dow Jones Newswires
November 20, 2008 01:33 ET (06:33 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.
