DJ Bundesbank empfiehlt Ausbildungsmaßnahmen für Arbeitsmarkt
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Bundesbank hat eine Entschärfung der strukturellen Probleme am Arbeitsmarkt festgestellt. In ihrem am Donnerstag vorgestellten Monatsbericht empfiehlt sie dennoch weitere Anstrengungen zu besserer Ausbildung der Arbeitnehmer, um für kommende Konjunkturzyklen gerüstet zu sein.
Der Ausgleich von Angebot und Nachfrage, also zwischen Arbeitslosigkeit und offenen Stellen, habe sich im aktuellen Konjunkturzyklus dem Idealtypus angenähert, konstatiert die Bundesbank. Die Ursache sieht sie in der geänderten Gewichtung der Sektoren im Vergleich zu dem von 1992 bis Ende 2000 reichenden Konjunkturzyklus.
Die Aufschwungphase der vergangenen Jahre sei zu einem größeren Teil von der Industrie geprägt, der New-Economy-Boom dagegen stark dienstleistungsbezogen gewesen, stellt die Bundesbank fest. Dadurch seien im aktuellen Zyklus Hürden der beruflichen Qualifikation und Hemmnisse bei der Mobilität nicht so stark zum Tragen gekommen.
Zudem hätten die arbeitsmarktpolitischen Reformen der vergangenen Jahre positiv gewirkt. Nach Darstellung der Bundesbank hat besonders die Förderung der Leiharbeit die flexible Deckung des Einstellungsbedarfs ermöglicht. Dagegen habe die Förderung der privaten Arbeitsvermittlung nur wenig zur Verbesserung des Ausgleichs zwischen Angebot und Nachfrage beigetragen.
Die Bundesbank gibt dennoch keine Entwarnung. Bei einer Normalisierung der finanz- und realwirtschaftlichen Verhältnisse könnten die strukturellen Probleme wieder an Bedeutung gewinnen. Der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften werde hoch bleiben, heißt es im Monatsbericht. Deshalb blieben an den Erfordernissen des Arbeitsmarkts orientierte Qualifikationsanstrengungen notwendig.
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November 20, 2008 06:00 ET (11:00 GMT)
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