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Börse Frankfurt/Auslandsaktien: Gute Ergebnisse trotz schwieriger Konjunktur

DJ Börse Frankfurt/Auslandsaktien: Gute Ergebnisse trotz schwieriger Konjunktur

20. November 2008. Frankfurt (Börse Frankfurt). Aktien präsentieren sich 
immer noch extrem volatil. In den vergangenen Tagen mussten Anleger an allen 
Börsen weltweit Abschläge hinnehmen "Wir sind diese Woche positiv 
gestartet", berichtet Walter Vorhauser von Close Brothers Seydler. Die 
chinesische Regierung habe das Konjunkturpaket massiv aufgestockt, um den 
Binnenmarkt anzukurbeln und sich von der Wirtschaft der USA und Europa 
abzukoppeln. "Doch es wird bezweifelt, ob diese Rechnung aufgeht", meint 
Vorhauser. Anleger zeigen sich also immer noch sehr zurückhaltend. Der 
Bankenbereich verunsichere nach wie vor. Die veränderten Bilanzierungsregeln 
hätten Auswirkungen auf die Transparenz. "Die Investoren sind sich nicht 
einig, ob das Geschäftsmodell der Citigroup die Finanzkrise überstehen 
wird", berichtet Vorhauser. 
 
Aus für eine Übernahme 
 
 
Seit etwa sechs Monaten sorgen Übernahmespekulationen beim Kurs der 
Yahoo-Aktie (WKN 900103) immer wieder für Kurssprünge. Nun ist der Vorstand 
und Gründer des Internetkonzerns zurückgetreten und Microsoft hat definitiv 
verlauten lassen, dass der Software-Konzern nicht mehr an einer Übernahme 
interessiert ist. Der Kurs der Aktie verlor im Wochenverlauf mehr als 15 
Prozent 
 
Unterbewertet 
 
 
Der russische Markt ist immer noch unter Druck. Der russische 
Stahlhersteller C Severstal (WKN A0LEJV) legte gute Zahlen vor. Mit 3,2 
US-Dollar Gewinn pro Aktie und einer Erwartung von 5 US-Dollar für das 
Gesamtjahr kommt das Unternehmen bei einem Aktienkurs von 2,20 US-Dollar auf 
ein Preis-Buchwertverhältnis von 0,24. "Auch das KGV, das für 2008 bei 0,75 
liegt und für 2009 auf 0,8 geschätzt wird, zeigt, wie schwierig derzeit 
Investoren gute Ergebnisse und den russischen Markt bewerten", sagt Roland 
Stadler von der Baader Bank. 
 
Ein Silberstreif am Horizont der Tec-Werte 
 
 
Hewlett Packard (WKN 851301) kann sich offenbar etwas der allgemeinen 
Stimmung und den Konjunktursorgen widersetzen. Die Zahlen, die der 
Computerkonzern Anfang der Woche vorlegte, zeigen jedenfalls, dass es auch 
anders gehen kann. "Der Umsatz ist im 3. Quartal um 19 Prozent gestiegen, 
der Gesamtumsatz für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres kletterte um 
12 Prozent. Der Gewinn pro Aktie liegt vier Prozent höher", berichtet 
Vorhauser. Die Aktie legte in der Spitze um 15 Prozent zu. Der satte 
Gewinnzuwachs sei in erster Linie auf die Übernahme von Electronic Data 
Systems im Sommer diesen Jahres zurückzuführen. Allerdings hätten auch ein 
straffes Kostenmanagement und das breite Produktportfolio geholfen, dass HP 
sich im Vergleich zu anderen Tec-Werten gut aus der Affäre ziehen kann. 
 
Profiteur der Bankenkrise 
 
 
Der Schweizer Versicherer Baloise (WKN 853020) scheint von der 
Verunsicherung der Anleger in Geldanlagen zu profitieren, wie die 
Veröffentlichung der Quartalsergebnisse zeige. "Anleger greifen wieder 
vermehrt auf die Lebensversicherung zurück, wenn es um die Sicherheit der 
Geldanlage geht", berichtet Vorhauser. Nach den Ergebnissen von Baloise habe 
die Nachfrage nach Lebensversicherungen im dritten Quartal 2008 um 8 Prozent 
zugenommen und insgesamt das Geschäftsvolumen ausgebaut. 
 
Spielend gewonnen 
 
 
Dem chinesischen Computerspielehersteller The9 Limited (WKN A0DNY7) gehören 
die Lizenzen für das Online-Spiel "World of Warcraft" für China. Die nun 
vorgelegten Zahlen zeigen, dass auch in China gerne Online-Rollenspiele 
gespielt werden. Das Unternehmen konnte einen Umsatz von 63,5 Millionen 
US-Dollar erwirtschaften und der Aktienkurs kletterte in der Spitze um 20 
Prozent. Doch der Kurszuwachs sei bereits wieder zusammengeschmolzen, da der 
Lizenzvertrag mit Blizzard Entertainment im Jahre 2009 auslaufen würde und 
die zukünftigen Vertragsbedingungen weiterhin unklar seien. 
 
© 20. November 2008/Dorothee Liebing 
 
Disclaimer 
Die nachfolgenden News werden Ihnen direkt von der Redaktion von 
boerse-frankfurt.de bereitgestellt. Die hierin enthaltenen Angaben und 
Mitteilungen sind ausschließlich zur Information bestimmt. Keine der hierin 
enthaltenen Informationen begründet ein Angebot zum Verkauf oder die Werbung 
von Angeboten zum Kauf eines Wertpapiers. 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

November 20, 2008 11:35 ET (16:35 GMT)

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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