Das Schicksal der schwer angeschlagenen
Citigroup
Laut "Wall Street Journal" werden Konzernteile oder gleich das ganze Unternehmen zum Verkauf gestellt, der "New York Times" (Online-Ausgabe) zufolge ist dies aber gegenwärtig kein Thema auf der Agenda. Die internen Beratungen seien noch in einer frühen Phase, aber das Top-Management wolle schon einmal alle Optionen durchspielen, schrieb das "Wall Street Journal" am Freitag unter Berufung auf informierte Personen.
DOW AUF TIEFSTEM STAND SEIT MÄRZ 2003
Die Citigroup-Aktie war am Donnerstag um gut 26 Prozent auf nur
noch 4,71 Dollar eingebrochen. Das Unternehmen verlor damit allein
seit Anfang November rund zwei Drittel seines Börsenwerts. An der
Wall Street war der Dow-Jones-Index
Am Freitag wolle der Citigroup-Verwaltungsrat über die Lage beraten, berichteten die Zeitungen weiter. Das Unternehmen betont, es habe genug Kapital und flüssige Mittel. Zeitungsberichte kommentiere das Unternehmen nicht, hieß es weiter. Mit mehr als 200 Millionen Kundenkonten in über 100 Ländern ist die Citigroup einer der führenden Finanzkonzerne der Welt.
BANKENWERTE AUF ERHOLUNGSKURS - ANALYST: TEILVERKÄUFE GUT FÜR CITI
Die zuletzt arg gebeutelten Bankenwerte zählten am Freitagmorgen
zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt. Aktien von Deutsche
Bank
Analyst Philipp Häßler von Equinet sieht eine etwas verbesserte Stimmung für Bankenwerte nach den Berichten über die Citigroup, die auch den Aktien der europäischen Wettbewerber eine Erholung ermöglicht. Einen direkten Einfluss auf die deutschen Banken sieht der Experte aber nicht. Ein weiterer Analyst sagte: "Durch Teilverkäufe würde das Dickschiff Citigroup wieder manövrierfähiger und das hebt die zuletzt sehr schlechte Stimmung gegenüber Bankaktien." Zudem könnte durch Verkäufe dringend benötigtes Kapital für die Citigroup freigesetzt werden./sk/fat/tw
ISIN US1729671016
AXC0045 2008-11-21/10:05
