Düsseldorf (ots) - Man kennt das aus dem Fußball: Wenn der Branchenprimus stürzt, ist die Aufregung groß. Im Fall LBBW ist das Ganze aber noch besonders pikant: NRW-Ministerpräsident Rüttgers, der 2007 den Deal zwischen WestLB und LBBW verhindert hat, darf sich jetzt als Sieger fühlen zumindest vorübergehend. Denn noch ist nicht klar, wie viel Hilfe die WestLB selbst haben will. Ohnehin wäre Schadenfreude fehl am Platz. Dazu ist die Lage bei den Landesbanken viel zu ernst. Das Vertrauen in Banker, die behaupten, ihr Institut käme einigermaßen heil durch die Krise, ist dahin. Wer das behauptet, der stürzt im Zweifel um so tiefer auch das lehrt der Fall LBBW. Immerhin hat der Schock die Einsicht in die Notwendigkeit schneller Lösungen vergrößert. Es gibt keine Alternative zur Konsolidierung auch wenn das Tausende Arbeitsplätze kostet.
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