Bielefeld (ots) - Es bleiben noch viele Fragen offen, die dringend geklärt werden müssen. Die drei im Kosovo festgehaltenen BND-Agenten sind seit dem Wochenende zwar wieder zurück in Deutschland. Das tagelange Tauziehen um die Freilassung der BND-Mitarbeiter drängt geradezu den Eindruck auf, dass hier das große Deutschland von dem kleinen und durch und durch korrupten Kosovo vorgeführt worden ist. An der Unschuld des Trios ist nicht zu zweifeln. Und wenn die Bundesregierung davon überzeugt war, dass die Agenten nicht an dem Anschlag beteiligt waren, ist die breite Kritik berechtigt, sie hätte sich nicht genügend für die BND-Mitarbeiter eingesetzt und sie zu lange im Gefängnis schmoren lassen. Viel zu spät hat Berlin mit der Kürzung von Hilfsleistungen gedroht, die einzige Sprache offenbar, die im Kosovo verstanden wird. Es darf nun aber nicht wieder zur Tagesordnung übergegangen werden. Im Kosovo ist die organisierte Kriminalität weit verbreitet, und auch die Politiker stehen mittendrin. Dem Kosovo muss deutlich gemacht werden, dass sich hier schnellstens etwas ändern muss, wenn Deutschland wichtigster Geldgeber des Balkanstaates bleiben soll.
Originaltext: Westfalen-Blatt Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66306 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2
Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261
Originaltext: Westfalen-Blatt Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66306 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2
Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261
© 2008 news aktuell
