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pressetext.de: Organische und gedruckte -2-

DJ pressetext.de: Organische und gedruckte Elektronik auf der LOPE-C 2009 - Brilliante Bilder und leuchtende Tapeten

Frankfurt am Main (pts/01.12.2008/14:50) - Schärfere Kontraste, weniger 
Energieverbrauch, schlankere Bildschirme. Im TV-Format sind Bildschirme mit 
organischen Leuchtdioden (OLED) bereits erhältlich. Damit OLED in Zukunft auch 
ganze Räume beleuchten können, suchen die Hersteller nach Wegen, die 
Lichtquellen kostengünstig auf flexiblen Trägern zu produzieren. Aktuelle Trends 
und neueste Entwicklungen in diesem Bereich werden vom 23. bis 25. Juni 2009 auf 
der LOPE-C in Frankfurt am Main zu sehen sein. 
 
Die OLED-Displays gewinnen an Größe. Auf Mobiltelefonen oder Autoradios leuchten 
sie schon seit Jahren, im Fernsehbereich sind sie seit kurzer Zeit auf dem 
Markt. Prototypen für TV-Displays mit 40 Zoll Bildschirmdiagonale wurden bereits 
präsentiert. Im Kinoformat allerdings werden die farbigen Lichtquellen noch 
lange nicht zu sehen sein. Denn bei großflächigen OLED-Anwendungen stoßen die 
aktuellen Konzepte in punkto Herstellung und Qualität an ihre Grenzen. 
 
Langfristig sollen daher gedruckte OLED Abhilfe leisten. Sie könnten aus einer 
leichten und biegsamen Trägerfolie bestehen, die mit Kunststoffen, so genannten 
"Polymeren", bedruckt werden. Da sich Polymere in Flüssigkeiten lösen und in 
Abhängigkeit von ihrer chemischen Zusammensetzung isolierende, halbleitende oder 
leitende Eigenschaften bieten, eignen sie sich dazu, elektronische Bauelemente 
wie Transistoren, Leuchtdioden oder Photozellen in kontinuierlichen 
Druckprozessen äußerst preiswert herzustellen. (-> Hintergrundinformationen). 
 
LCD-Bildschirme legen die Messlatte auf 
 
Im Vergleich zu Flüssigkristall- (LCD)-Bildschirmen weisen OLED-Bildschirme 
Vorteile auf, weil ihnen ein anderes Funktionsprinzip zugrunde liegt. 
Flüssigkristalle wirken wie eine Jalousie, die das Licht, das aus dem 
Hintergrund eingestrahlt wird, für den Betrachter im Vordergrund an- und 
ausschaltet. Dagegen benötigen OLED-Displays keine Hintergrundbeleuchtung, da 
die Dioden das Licht beim Anlegen einer elektrischen Spannung selbst emittieren. 
Ein dunkler Bildpunkt wird bei einem LCD-Display daher lediglich abgeschattet, 
bei einem OLED-Display wird er einfach ausgeschaltet. 
 
Ein OLED-Display ist daher 
* energieeffizienter als ein voll hinterleuchtetes LCD-Display. Vor allen Dingen 
dann, wenn der Bildinhalt wenig helle Bilder zeigt, wie es häufig bei Filmen der 
Fall ist. 
* kontraststärker als ein herkömmlich hinterleuchtetes LCD-Display. 
OLED-Displays erreichen Kontrastwerte von bis zu 1.000.000 zu 1. 
* sehr dünn, da auf die Hintergrundbeleuchtung verzichtet werden kann. Die 
Hersteller haben bereits drei Millimeter dünne OLED-Bildschirme gezeigt. 
* sehr umweltfreundlich, da die OLED-Funktionsschichten nur wenige Nanometer 
dünn sind und keine umweltkritischen Substanzen enthalten. 
 
Allerdings wurden diese Vorteile bislang auf starren Trägern wie Glasplatten 
realisiert. "Die Hersteller arbeiten daher unter Hochdruck daran, OLED - im 
besten Fall im Massendruckverfahren - auf flexible Träger aufzubringen", sagt 
Dr. Udo Heider, Leiter des Geschäftsbereiches OLED bei der Merck KGaA in 
Darmstadt. Die Herausforderungen liegen dabei zum Beispiel in der Auswahl der 
geeigneten Drucktechnologie oder der Formulierung einer leistungsfähigen Tinte. 
"Denn auch in Auflösung, Leuchtstärke und Lebensdauer", erklärt Heider, "müssen 
gedruckte OLED den hohen Standards der LCD-Displays entsprechen." 
 
TouchScreen ohne zusätzliche Folien 
 
Bei Beleuchtungen wird diese Aufgabe leichter zu lösen sein. Denn anders als bei 
bildgebenden Anwendungen spielt der Faktor Auflösung, also die Zahl der 
Bildpunkte pro Fläche, hier in der Regel keine Rolle. Im Vergleich zu 
herkömmlichen Lichtquellen bieten sie völlig neue Anwendungsgebiete. 
* OLED sind flächige Lichtquellen. In Zukunft sollen sie daher zu leuchtenden 
Lampenschirmen oder Tapeten verarbeitet werden. 
* OLED sind kalte Beleuchtungsquellen, da sie elektrische Energie sehr effizient 
in Licht umwandeln. Menschen können sie daher auch ohne vorgeschaltete, 
berührungssensible Folien direkt berühren - und zwar ohne sich dabei die Finger 
zu verbrennen. Das Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) in 
Dresden hat inzwischen eine flache OLED-Lampe mit TouchScreen-Funktionalität 
vorgestellt, die sich per Handbewegung an- und ausschalten lässt. 
 
Weißen Lichtquellen fällt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Im 
Zuge europäischer Forschungsprojekte wurden weiße OLED mit einer Effizienz von 
mehr als 50 Lumen pro Watt - Lumen ist ein Maß für die gesamte von einer 
Strahlungsquelle ausgesandte sichtbare Strahlung - und einer Lebensdauer von 
mehr als 10.000 Stunden entwickelt. Damit erreichte die 30 mal 30 Zentimeter 
große OLED-Lampe ähnliche Werte wie eine herkömmliche Leuchtstoffröhre. 
 
Leistungsfähige OLED für 100 Euro pro Quadratmeter 
 
Auf diese Ergebnisse wollen die Firmen Philips, Osram Opto Semiconductors, 
Siemens, Novaled und das IPMS nun aufbauen. Sie haben im September 2008 das 
Projekt OLED100.eu gestartet, um bis 2011 noch effizientere OLED kostengünstig 
herzustellen. Ihre Ziele: Eine Verdoppelung des Wirkungsgrades auf 100 Lumen pro 
Watt und eine Verzehnfachung der Lebensdauer auf mehr als 100.000 Stunden. 
Außerdem soll ein Herstellungsverfahren entwickelt werden, das die Produktion 
von einem Quadratmeter Leuchtfläche zu Kosten von 100 Euro erlaubt. Ein Drittel 
des 20-Millionen-Euro-Etats für OLED100.eu steuert die Europäische Union (EU) 
bei. 
 
Eine wichtige Rolle wird dabei das "Center for Organic Materials and Electronic 
Devices Dresden (COMEDD)" spielen, das das IPMS im Oktober 2008 eröffnet hat. 
"Mit COMEDD etablieren wir ein europaweit führendes Zentrum für organische 
Halbleiter, das produktnahe Forschung und Entwicklung und die Umsetzung der 
Forschung in die Pilotfertigung ermöglicht", sagt Professor Karl Leo vom IPMS. 
In diesem Zusammenhang ist beispielsweise die Realisierung einer Versuchsanlage 
für flexible OLED auf der Basis preisgünstiger Aluminiumfolien geplant. Eine 
Rolle-zu-Rolle-Fertigung soll die Wirtschaftlichkeit des Herstellungsverfahrens 
zusätzlich verbessern. Die EU, die Bundesrepublik Deutschland und das Land 
Sachsen wollen daher bis 2009 insgesamt 25 Millionen Euro in das COMEDD 
investieren. 
 
Experten erwarten, dass die OLED-Technologie den Beleuchtungsmarkt radikal 
verändern wird. "In zehn Jahren dominieren Glühlampen und Neonröhren den 
Beleuchtungsmarkt nicht mehr", glaubt Gildas Sorin, Vorstandsvorsitzender des 
Materialherstellers Novaled AG in Dresden. "Weitere fünf Jahre wird es dauern, 
bis wir völlig neue Beleuchtungsanwendungen auf OLED-Basis sehen werden." 
 
LOPE-C zeigt Trends und Technologien 
 
Weitere Trends zum Thema "Organische und gedruckte Elektronik" werden auf der 
LOPE-C Large-area, Organic & Printed Electronics Convention zu sehen sein, die 
als Konferenz mit begleitender Ausstellung vom 23. bis 25. Juni 2009 im Congress 
Center der Messe Frankfurt am Main stattfindet. Auf Einladung der Organic 
Electronics Association (OE-A) treffen sich bei dieser Weltpremiere Experten aus 
Wirtschaft und Wissenschaft, um sich über die Chancen, Produkte und 
Entwicklungen in der organischen und gedruckten Elektronik auszutauschen. Die 
OE-A ist ein globaler Industrieverband mit mehr als 100 Mitgliedsunternehmen, 
der die gesamte Wertschöpfungskette der organischen und gedruckten Elektronik 
repräsentiert. 
 
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.lope-c.com 
 
Hintergrund: Organische und gedruckte Elektronik 
 
Die organische und gedruckte Elektronik eröffnet ein völlig neues 
Anwendungsspektrum unterhalb der bekannten Siliziumtechnik, da sie die 
kostengünstige Herstellung dünner, leichter und flexibler Bauelemente 
ermöglicht. 
 
Sie basiert auf einer Kombination von 
* Techniken, die eine großflächige, hochvolumige Beschichtung und Strukturierung 
erlauben, und von 
* Kunststoffmolekülen, die auf eine leichte und biegsame Trägerfolie geschichtet 
werden und in Abhängigkeit von ihrer chemischen Zusammensetzung isolierende, 
halbleitende oder leitende Eigenschaften aufweisen. Meist sind diese Materialien 
organischer, manchmal anorganischer Natur. 
 
Die Kunststoffe können aus großen Molekülketten ("Polymeren") oder "kleinen" 
Molekülen bestehen. In der Art und Weise, wie sie im Herstellungsprozess der 
elektrischen Bauteile verarbeitet werden, weisen sie allerdings Unterschiede 
auf. Kleine Moleküle werden in der Regel in einem Vakuumprozess aufgedampft. 
Polymere dagegen werden in Massendruck-Verfahren aufgebracht, da sie sich in 
Flüssigkeiten lösen lassen und es erlauben, elektronische Bauteile Schicht für 
Schicht, sehr preiswert aufzubauen. 
 
Die organische und gedruckte Elektronik eignet sich damit zum Beispiel zum Bau 
von 
* Gedruckten Transistoren, die als Radio Frequency Identification 
(RFID)-Etiketten in der Warenlogistik zum Einsatz kommen 
* Organischen Leuchtdioden (OLED), die Licht aussenden 
* Organischen Photovoltaikzellen, die Licht absorbieren und in elektrische 
Energie umwandeln 
* Flexiblen Batterien, um mobile Geräte mit Strom zu versorgen 
* Gedruckten Sensoren, die Umweltparameter wie Helligkeit, Druck, Temperatur 
oder Feuchtigkeit messen 
* Organischen Datenspeichern, die digitale Informationen speichern 
* Flexiblen Displays für elektronische Bücher oder SmartCards 
* Gedruckten Einweg-Messgeräten für die medizinische Diagnostik 
 
Für weitere Informationen zum Thema "Organische und gedruckte Elektronik" oder 
"LOPE-C 2009" richten Sie ihre Anfragen bitte an: 
 
Hartmut Kowsky-Kawelke 
Telefon: +49 208 62 50 796 
Email: press@lope-c.com 

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

December 01, 2008 08:55 ET (13:55 GMT)

DJ pressetext.de: Organische und gedruckte -2-

kowsky.kawelke@agentursieben.de (Ende) 
 
Aussender: Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH 
Ansprechpartner: Barbara Kaelberer 
Email: barbara.kaelberer@mfa.messefrankfurt.com 
Tel.: +49 611 9 51 66 18 
 
Quelle: http://pressetext.com/pte.mc?pte=081201035 
 
© pressetext Nachrichtenagentur GmbH http://www.pressetext.de - Die inhaltliche 
Verantwortung für redaktionelle Meldungen (pte) liegt bei pressetext, für 
Pressemitteilungen (pts) beim jeweiligen Aussender. Weitere Informationen 
erhalten Sie bei unserem Redaktionsservice unter info@pressetext.com oder Tel. 
+43-1-81140-300. 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

December 01, 2008 08:55 ET (13:55 GMT)

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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