Die Schweizer Aktien sind am Montag mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel gegangen. Nach einer leicht negativen Eröffnung zeigte die Entwicklung immer weiter nach unten. Händler verwiesen am Morgen zunächst auf Gewinnmitnahmen nach einer starken Vorwoche. Später gewannen Rezessionsängste die Oberhand. Dabei litten insbesondere Finanzwerte und konjunktursensitive Aktien unter der schlechten Börsenstimmung.
Am Nachmittag sorgte die Eröffnung der Wall Street in Verbindung mit neuen US-Konjunkturdaten für Druck. Die Bauausgaben im Oktober fielen stärker als erwartet; der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im November rutschte auf den niedrigsten Stand seit Mai 1982. Bis zum Handelsschluss in Europa musste der Dow-Jones-Index Einbußen um 4,5 Prozent hinnehmen.
In der Schweiz brach der SMI
Massive Kursverluste gab es bei Credit Suisse
Größere Kursverluste mussten auch SGS
Auch Syngenta
Konjunktursensitive Titel wie ABB
Logitech (-8,2 Prozent auf 14,50 Franken) gaben trotz einer Hochstufung auf "Buy" von "Neutral" durch Helvea massiv nach. Experten bezeichneten die Anhaltspunkte des Thanksgiving-Wochenendes für das diesjährige US-Weihnachtsgeschäft als durchzogen, was sich auch bei der Herstellerin von Computerzubehör bemerkbar machte.
Roche
Die ebenfalls defensiven Nestle
Als einziger Wert im Plus und damit an der Tabellenspitze im SMI
Im breiten Markt standen AMS (-14,4 Prozent) unter Verkaufsdruck. Die Chipherstellerin hat aus Währungsabsicherungen einen größeren Verlust erlitten und erwartet daher für das Geschäftsjahr 2008 ein "signifikant negatives" Finanzergebnis.
Ferner ging der weltweite Markt für Halbleiter im Oktober zurück. Auch Micronas (-8,5 Prozent) und vor allem Elma Electronics (-20,0 Prozent) wurden verkauft. Esmertec verloren vor einem für diese Woche angekündigten Business Update 14,5 Prozent.
Aryzta (+3,7 Prozent) konnten dagegen von den vorbörslich publizierten Umsatzzahlen zum ersten Quartal profitieren, die die Analysten als "erfreulich" werteten./cc/AWP/stw
AXC0200 2008-12-01/18:40
