Die Aktien der Deutschen Börse
Die Unsicherheit der Anleger hinterließ im vergangenen Monat deutliche Spuren in den Umsätzen des Marktbetreibers, so dass der Umsatz auf der elektronischen Handelsplattform Xetra um rund 50 Prozent auf 114,5 Milliarden Euro einbrach und die Zahl der Transaktionen um rund fünf Prozent zurückging. Auch das Handelsvolumen an der Terminbörse Eurex ging im November zurück.
"Nach den jüngsten zahlreichen Handelstagen mit recht dünnen Umsätzen sind die Zahlen zwar keine echte Überraschung, doch dass die auf Xetra getätigten Geschäfte um knapp fünf Prozent zurückgegangen sind zeigt, dass die alternativen Handelsplattformen für das institutionelle Geschäft rasch Marktanteile gewinnen", sagte ein Marktexperte.
Analyst Konrad Becker von Merck Finck schrieb in einer Ersteinschätzung: Nachdem die Deutsche Börse im September und Oktober von hohen Transaktionsvolumina profitiert habe, seien die Handelsvolumina nun im November kräftig eingebrochen. Er begründete diese Rückgange vor allem mit der Finanzkrise, durch die die Handelsaktivität an einigen Wertpapiermärkten zurückgegangen sei. Becker beließ seine Empfehlung für die Deutsche-Börse-Aktien auf "Hold".
Auch Analyst Christian Muschick von equinet verwies auf die Schwäche der Novemberzahlen, nachdem der Monat Oktober stark gewesen sei und auch die entsprechenden Vorjahresstatistiken des Kassamarktes Xetra als auch der Terminbörse Eurex besser ausgefallen waren. "Mittelfristig erwarten wir aber, dass das Umfeld für die Deutsche Börse günstig bleibt", resümierte Muschick. Die Märkte dürften seines Erachtens in den nächsten Monate wegen negativer Konjunkturnachrichten weiter sehr schwankungsanfällig bleiben. Er beließ seine Einschätzung für die Deutsche Börse daher auf "Buy" und das Kursziel bei 95 Euro./ebx/ck
ISIN DE0005810055
AXC0038 2008-12-02/10:39
