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MORNING BRIEFING - Märkte (USA/Asien) -2-

DJ MORNING BRIEFING - Märkte (USA/Asien)

=== 

TAGESTHEMA

General Motors (GM) will bis zum Jahr 2012 zusätzlich 31.500 Arbeitsplätzen in den USA streichen. Für die Umsetzung seines drastischen Sanierungskurses verlangte der Konzern am Dienstag im US-Kongress weitere staatliche Finanzhilfen von bis zu 18 Mrd USD. Ford und Chrysler benötigen nach eigenen Angaben 9 beziehungsweise 7 Mrd USD. GM kündigte an, dass es seine Marken Saab und Saturn möglicherweise verkaufen werde. In den USA werde sich der Konzern künftig auf vier zentrale Marken konzentrieren: Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC. Nach Firmenangaben setzte das Unternehmen im November 41% weniger Fahrzeuge ab als im Vergleichsmonat des Vorjahrs. Bei Ford lag das Minus im Jahresvergleich bei 31%, Chrysler verkaufte 47% weniger. Auf die Absatzkrise wollen die "Big Three" mit einer deutlichen Drosselung der Produktion reagieren. GM plant für das erste Quartal 2009 die Produktion von nur noch 600.000 Autos, das entspricht einem Rückgang von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
   14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht November 
         Beschäftigung privater Sektor 
         PROGNOSE: -205.000 Stellen 
         zuvor:    -157.000 Stellen 
 
   14:30 Produktivität ex Agrar 3Q (2. Veröffentlichung) 
         PROGNOSE:   +1,0% gg Vq 
         1. Veröff.: +1,1% gg Vq 
         2. Quartal: +3,6% gg Vq 
 
         Lohnstückkosten 3Q (2. Veröffentlichung) 
         PROGNOSE:   +3,1% gg Vq 
         1. Veröff.: +3,6% gg Vq 
         2. Quartal: -0,1% gg Vq 
 
   16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe November 
         PROGNOSE: 42,0 ; zuvor: 44,4 
 
   16:35 DoE, Rohöllagerbestände (Woche) 
         PROGNOSE: +1,7 Mio Barrel 
         zuvor:    +7,3 Mio Barrel 
 
   20:00 Fed, Beige Book 
 

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

GELDPOLITIK CHINA/USA

China sollte nach Einschätzung von US-Finanzminister Paulson die Reform ihres Wechselkursregimes weiter vorantreiben. Gerade angesichts der drohenden Abschwächung des Exportwachstums in China seien nun Schritte notwendig, um das Wachstum besser auszutarieren, damit dieses stärker von der Binnennachfrage getragen werde, so Paulson.

AUTOMOBILABSATZ USA

Die großen Hersteller haben für November in den USA folgende Absatzzahlen gemeldet: 2008 2007 Veränderung

gg Vj in % 
VOLKSWAGEN          14.295       17.689    -19,2 
BMW                 19.762       26.985    -26,8 
MERCEDES-BENZ       14.102       22.819    -38,2 
SMART                1.889            0     k.A. 
AUDI                 6.788        9.104    -25,4 
PORSCHE*             1.493        k.A.     -46 
FORD               123.222      177.485    -30,6 
GENERAL MOTORS     154.877      263.654    -41,3 
CHRYSLER            85.260      161.088    -47 
TOYOTA             130.307      197.189    -33,9 
HONDA               76.233      111.431    -31,6 
NISSAN              46.605       80.683    -42,2 
* USA und Kanada 
 

FLUGHAFEN BANGKOK

Regierungsgegner in Thailand haben den von ihnen tagelang besetzten internationalen Flughafen von Bangkok offiziell den Behörden übergeben, so ein Führer der Demonstranten.

YAHOO

Der ehemalige AOL-CEO Jonathan Miller erwägt eine Übernahme des US-Softwarekonzerns Yahoo!, so das "WSJ". So soll Miller seit Monaten mit Beteiligungsgesellschaften und Staatsfonds sprechen, um eine Teil- oder Komplettübernahme des Konzerns finanzieren zu können.

MÄRKTE AKTUELL (7.45 Uhr)

INDIZES

INDEX                zuletzt   +/- % 
S&P-500-Future           844   -0,5 
Nasdaq-Future          1.126   -0,6 
Nikkei-225             8.004    1,8 
Hang-Seng-Index       13.689    2,1 
Straits-Times-Index    1.657    1,1 
 

DEVISEN

DEVISEN   zuletzt   +/- (ggü 0.00 Uhr) 
EUR/USD    1,2683  -0,3% 
EUR/JPY  118,2889  -0,2% 
EUR/CHF    1,5341   0,0% 
USD/JPY   93,2450   0,1% 
USD/CHF    1,2092   0,2% 
GBP/USD    1,4867  -0,3% 
EUR/GBP    0,8532   0,0% 
 

ÖLPREIS (NYMEX LIGHT SWEET)

aktuell    Vortag New York 
USD      47,68         46,96 

Der Ölpreis hat seine Abwärtstendenz vom Wochenbeginn fortgesetzt und unter der Marke von 47 USD je Barrel den Handel an der Nymex beendet. Der Preis für den Januar-Kontrakt auf ein Barrel der Sorte Light Sweet Crude fiel um 2,32 USD bzw 4,7% auf 46,96 USD. Der Kontrakt schloss damit nur knapp über seinem Tagestief bei 46,82 USD. Es war der niedrigste Settlement-Preis seit Mai 2005. Der Ölpreis verzeichnete damit den zweiten Tag in Folge einen deutlichen Rückgang, nachdem sich die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) am Wochenende nicht zu einer Senkung der Förderquote durchringen konnte. Eine Entscheidung über die Produktionsniveaus hat die OPEC auf den 17. Dezember verschoben. Die Sorgen um eine weiter sinkende Nachfrage würden derzeit eindeutig den Handel bestimmen, hieß es von Händlern.

AKTIEN TOKIO (SCHLUSS)

Sehr fest - Der Kaufdruck an der Börse in Tokio sei über den Futuremarkt gekommen, so Händler. Die Dollarerholung über das Niveau von 93 JPY habe den Kursen Auftrieb verliehen, hieß es. Auch die günstigen Vorlagen aus den USA und den übrigen ostasiatischen Börsen hätten für gute Stimmung am Markt gesorgt, erläuterte ein Händler. Die Umsätze seien aber weiterhin dünn gewesen. Gefragt waren besonders Finanzaktien, die von Leereindeckungen profitiert hätten, hieß es. Mizuho FG und Sumitomo Mitsui FG kletterten um jeweils 2,5%.

AKTIEN HONGKONG (MITTAGS)

Sehr fest - Die Börse in Hongkong profitiert von günstigen US-Vorgaben. Dünne Umsätze lassen laut Händlern auf ein Fernbleiben vieler Investoren schließen. Die UBS sieht den Leitindex Ende 2009 bei 15.900 Zählern und erwartet eine harte Landung bei der Ergebnisentwicklung chinesischer Unternehmen. Gegen den Trend laufen die Aktien im Immobiliensektor. Berichte über steigende Hypothekenzinsen drückten hier auf die Stimmung, sagen Händler. SHK Properties geben 4,6%, Cheung Kong 1,8% und Sino Land 4% ab.

AKTIEN SINGAPUR (MITTAGS)

Fester - Die Börse in Singapur kommt von ihren Verlaufshochs wieder zurück. Bei 1.670 Zählern sehen Händler einen kurzfristigen Widerstand. Bei einigen Index-Schwergewichten sei eine Bodenbildung zu erkennen, heißt es. Der Leitindex habe daher mittelfristig Potenzial bis 2.000 Punkte, so ein Analyst. Die meisten Index-Schwergewichte rangieren in positivem Terrain. Vor allem die Aktien chinesischer Unternehmen seien bei Schnäppchenjägern gesucht, heißt es. Yanlord schnellen um 11% empor und Cosco steigen um 7,2%.

RÜCKBLICK US-MÄRKTE

US-NACHBÖRSE

Marvell Technology waren am Dienstagabend im nachbörslichen New Yorker Handel gefragt. Das Halbleiter-Unternehmen hatte nachbörslich für das dritte Quartal dank einer verbesserten Marge und höherer Umsätze einen Gewinn oberhalb der Analystenerwartung mitgeteilt. Auf bereinigter Basis verdiente der Konzern 0,23 USD je Aktie nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum. Im Konsens hatten Analysten mit einem anteiligen Ergebnis von 0,21 USD gerechnet. Bis 19.59 Uhr Ortszeit ging es für das Papier auf nasdaq.com um 10,6% auf 5,63 USD nach oben.

Nach einer Anhebung der Free-Cash-Flow-Prognose nach der Schlussglocke waren auch Constellation Brands gefragt. Die Aktie kletterte bis 16.54 Uhr Ortszeit um 1,6% auf 12,36 USD, obwohl das Unternehmen seine Gewinnschätzung für 2009 parallel zurückgeschraubt hatte.

NYSE-ECKDATEN

Vortag 
Umsatz (Aktien) 1,61 Mrd   1,63 Mrd 
Gewinner        2.397 
Verlierer         645 
Unverändert        62 
 

INDIZES

DJIA            8.419  +3,3% 
S&P-500           849  +4,0% 
Nasdaq-Comp     1.450  +3,7% 
Nasdaq-100      1.130  3,6% 

Sehr fest - Nachdem die Indizes ihre Gewinne im Sitzungsverlauf zwischenzeitlich wieder fast komplett abgegeben hatten, kam es dann in der letzten Handelsstunde erneut zu einem Anstieg der Kurse, beflügelt vor allem durch die Bankenwerte. Vor allem Aufschläge bei Ford und General Electric stützten das Sentiment. Ford will sich im Gegenzug für staatliche Hilfe zu einem strikten Sparkurs und zur Umstellung auf zukunftsfähige Energiespar-Modelle verpflichten. Ford gewannen 5,9%. GM hatte zwar mitgeteilt, dass eine Insolvenz keine Option darstelle, doch die US-Gewerkschaft der Automobilarbeiter befürchtet offenbar, dass GM noch vor Weihnachten Gläubigerschutz nach Chapter 11 anmelden muss, sollte GM keine staatliche Hilfe bekommen. Die Aktie legte um 5,7% zu, ungeachtet schwacher Absatzzahlen für November. General Electric zogen um 13,6% an. Der Mischkonzern hat eine Verkleinerung seiner Finanzsparte angekündigt und geht weiter davon aus, eine Dividende von 1,24 USD je Aktie zahlen zu können. "Die Dividenden-Aussage war eindeutig positiv", hieß es von einem Teilnehmer.

TREASURYS

Änderung   Rendite 
10-Jährige  109-10/32  +16/32     2,68% 
30-Jährige  124-29/32  +15/32     3,19% 

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

December 03, 2008 01:47 ET (06:47 GMT)

DJ MORNING BRIEFING - Märkte (USA/Asien) -2-

Fester - Nach anfänglichen Gewinnmitnahmen haben sich die US-Anleihen im späten Verlauf des New Yorker Handels mit moderaten Aufschlägen gezeigt. Die Konjunktursorgen hätten im Handelsverlauf wieder die Oberhand gewonnen und für steigende Notierungen gesorgt. Vor allem am langen Ende des Marktes sei es zu Gewinnen gekommen. Zwischenzeitlich fiel die Rendite des Longbond auf einen historischen Tiefststand bei 3,173%, erholte sich dann aber wieder leicht. "Die in den vergangenen Wochen gesehene Flucht in den sicheren Hafen Anleihen setzt weiter fort", kommentierte ein Teilnehmer. Das Interesse der Anleger sei aber bereits auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag gerichtet, hieß es.

=== 
   DJG/ros/flf 
 

(END) Dow Jones Newswires

December 03, 2008 01:47 ET (06:47 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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