Washington (BoerseGo.de) - Die beiden Automobilhersteller General Motors Corp. und Chrysler LLC haben den Kongress um Gewährung einer sofortigen Finanzspritze im Volumen von insgesamt 15 Milliarden Dollar ersucht. Den Konzernen zufolge ist dieser Betrag für deren Überleben erforderlich. Ohne Hilfen würden die Barmittel bereits im Januar zur Neige gehen.
General Motors hat den Kongress um einen 18-Milliarden-Kredit gebeten. Chrysler will vom Staat eine 7-Milliarden Dollar schwere Hilfe. Ford Motor stellte den Antrag für einen 9-Milliarden Dollar Staatskredit. General Motors benötige noch in diesem Monat 4 Milliarden Dollar und im Januar eine weitere Hilfe von 4 Milliarden Dollar um im Geschäft zu bleiben. Chrysler sieht eine Soforthilfe von 7 Milliarden Dollar als dringlich an, um den Betrieb aufrecht zu erhalten.
Durch den verstärkten Absatzeinbruch in der Branche im November ist der Druck auf den Kongress gestiegen. Die Demokraten wollen zur Rettung von General Motors, Chrysler und Ford das 700 Milliarden Dollar schwere Rettungspaket für den Finanzsektor heranziehen. Dagegen sprechen sich die Republikaner für ein Anzapfen von Hilfsmitteln aus dem Kreditprogramm des Energieministeriums aus.
Die Sprechern der Demokraten im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, geht davon aus, dass eine Intervention zugunsten der Automobilhersteller erfolgen wird. Jedermann wäre über einen Konkurs dieser Konzerne enttäuscht und der Wirtschaft würde dadurch geschadet. Ein Konkurs sei daher keine Option.
