Der schwer angeschlagene
US-Autokonzern General Motors (GM)
Die Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" berichtete unter Berufung auf GM-Unternehmenssprecher, dass ausdrücklich auch eine Schließung des Traditionsunternehmens in Betracht gezogen werde. General Motors stieg 1990 bei Saab ein und hält seit dem Jahr 2000 alle Anteile. Das Unternehmen produzierte im letzten Jahr mit 4400 Beschäftigten 125.000 Personenwagen. Saab-Chef Jan Åke Jonsson sagte, es gebe "mehrere Interessenten" für eine Übernahme und nannte die schwedische Regierung als "wichtigen Diskussionspartner".
General Motors hatte am Dienstag in Washington um Kredithilfen über 18 Milliarden Dollar (14,2 Mrd Euro) gebeten, um eine drohende Insolvenz zu verhindern. Dabei erklärte das Unternehmen, es wolle sich auf die heimischen US-Marken konzentrieren. In Deutschland gehört Opel zu dem Konzern. Der auch angeschlagene Ford-Konzern hat seine schwedische Tochter Volvo ebenfalls zum Verkauf angeboten, bisher aber keine Interessenten gefunden. Insgesamt fordern die beiden US-Konzerne zusammen mit Chrysler 34 Milliarden Dollar Staatshilfe aus Washington. In Schweden bemühen sich Volvo und Saab um Hilfen der schwedischen Regierung./tb/DP/wiz
ISIN US3704421052
AXC0071 2008-12-03/11:10
