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EU-Kommission genehmigt Rettungspaket für Fortis Bank

DJ EU-Kommission genehmigt Rettungspaket für Fortis Bank

BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Europäische Kommission hat ein Rettungspaket für die Fortis Bank und die Fortis Bank Luxemburg genehmigt. "Der Zusammenbruch von Fortis hätte bedenkliche Folgen für die Wirtschaftssysteme mehrerer Mitgliedstaaten mit sich gebracht", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Mittwoch. Die Beihilfemaßnahmen würden auf die spezifischen Probleme der Bank eingehen und ihre Sanierung ermöglichen. Da sie auch die Größe der Fortis Bank um 40% verringerten, bestehe keine Gefahr von übermäßigen Wettbewerbsverzerrungen.

Fortis Bank war bis vor kurzem eine der größten Banken Europas. Als Teil der Fortis-Gruppe, die auch im Versicherungswesen aktiv war, nahm die Bank eine vorrangige Stellung auf den belgischen, luxemburgischen und niederländischen Märkten ein. Infolge ihrer Beteiligung an der Übernahme von ABN Amro und hoher Investitionen in strukturierten Krediten war Fortis Bank zu Beginn der Finanzkrise und dem Austrocknen des Marktes für Interbankenkredite in einer sehr exponierten Lage.

Zwischen dem 28. September und dem 5. Oktober 2008 trafen Belgien, Luxemburg und die Niederlande eine Reihe von Hilfsmaßnahmen, da ein Zusammenbruch der Bank die Stabilität des Finanz- und Wirtschaftssystems stark gefährdet hätte. Am 28. September kündigten diese Staaten eine Kapitalerhöhung, im Gegenzug zu einer 49-prozentigen Beteiligung an der Bank, an.

Nachdem diese Maßnahme das Vertrauen des Marktes in die Bank nicht stärken konnte und die Liquiditätskrise sich erhärtete, richteten die belgischen Behörden am 29. September eine Liquiditätshilfe von mehreren Milliarden Euro ein. Am 3. Oktober wurden das niederländische Geschäft der Fortis Bank, inklusive ABN Amro, an den niederländischen Staat verkauft.

Der Rest wurde vom belgischen Staat übernommen, welcher umgehend 75% davon an die französische Bank BNP Paribas weiterverkaufte. Durch diesen Verkauf erlangt BNP Paribas auch die Kontrolle über Fortis Bank Luxemburg.

Die Kommission sei zu dem Schluss gekommen, dass die Beihilfe notwendig war, um die Bank zu retten und somit einer Gefährdung des Finanzsystems abzuhelfen. Die Übernahme von Fortis Bank durch BNP Paribas, eine der größten und am besten bewerteten Banken der Welt, deute darauf hin, dass Fortis Bank längerfristig wieder profitabel werden wird.

Außerdem habe der Verkauf des niederländischen Geschäfts die Marktpräsenz der Fortis Bank wesentlich verringert. Dadurch werde, im Zusammenspiel mit weiteren Verpflichtungszusagen von Fortis, sicher gestellt, dass die Beihilfe keine unzumutbaren Wettbewerbsverzerrungen mit sich bringt.

Webseite: http://ec.europa.eu 
 
   DJG/brb/ncs 
 

(END) Dow Jones Newswires

December 03, 2008 13:25 ET (18:25 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
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