DJ MORNING BRIEFING - Märkte (USA/Asien)
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TAGESTHEMA
Die US-Wirtschaft hat nach einer Erhebung der US-Notenbank im Oktober und November weiter an Schwung verloren. "Die allgemeine Wirtschaftsaktivität in den USA hat sich über alle Distrikte hinweg seit dem letzten Bericht abgeschwächt", erklärt die US-Notenbank in ihrem Konjunkturbericht "Beige Book". Dazu hätten vor allem die sinkenden Konsumausgaben beigetragen, die insbesondere der Einzelhandel und die Autoindustrie zu spüren bekämen. Die Konsumausgaben seien in dem Berichtszeitraum insgesamt gesunken, heißt es. Entsprechend hätten "die Distrikte einen allgemeinen Rückgang der Einzelhandelsumsätze berichtet und die Verkäufe von Kraftfahrzeugen sanken in den meisten Regionen deutlich". Auch die Ausgaben in der Tourismus-Branche seien nur noch "gedämpft" ausgefallen.
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
14:30 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: +11.000 auf 540.000
zuvor: -14.000 auf 529.000
16:00 Auftragseingang Industrie Oktober
PROGNOSE: -5,4% gg Vm
zuvor: -2,5% gg Vm
MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR
WIRTSCHAFTSPOLITIK CHINA/USA
US-Finanzminister Paulson will mit China beim bevorstehenden Strategischen Wirtschaftsdialog "substanzielle Vereinbarungen" bei der Stromerzeugung und im Verkehrssektor erreichen, so Paulson.
KLIMAPOLITIK USA
Die scheidende US-Regierung hat dem künftigen Präsidenten Obama Spielraum in der Klimaschutz-Politik zugesichert. Bei der laufenden UN-Klimakonferenz im polnischen Posen wolle die derzeitige Regierung zwar "Themen ansprechen", der künftigen Regierung aber keine "Türen zuschlagen" oder Optionen verbauen, so die Staatssekretärin im Außenamt.
GELDPOLITIK NEUSEELAND
Die neuseeländische Zentralbank hat das Tempo in ihrem Lockerungszyklus weiter erhöht. Wie die Reserve Bank of New Zealand mitteilte, fällt ihr Leitzins um 150 Basispunkte auf 5,00%. Das ist der tiefste Stand seit Dezember 2003.
GM
Moody's hat die Ratings für GM weiter gekürzt. Die Bewertung für das Debt-Rating, das Corporate-Familiy-Rating und für das Default-Rating werde auf "Ca" von "Caa2" gesenkt, der Ausblick sei negativ, so die Agentur.
NIPPON OIL/NIPPON MINING
In der Ölbranche steht offenbar eine Milliardenfusion kurz bevor. Japans größter Öl-Raffineriekonzern Nippon Oil und die Nippon Mining Holdings prüfen nach eigenen Angaben einen Zusammenschluss.
MÄRKTE AKTUELL (7.57 Uhr)
INDIZES
INDEX zuletzt +/- % S&P-500-Future 859 -1,1 Nasdaq-Future 1.140 -1,4 Nikkei-225 7.924 -1,0 Hang-Seng-Index 13.603 0,1 Straits-Times-Index 1.659 1,1
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- (ggü 0.00 Uhr) EUR/USD 1,2671 -0,3% EUR/JPY 117,7588 -0,7% EUR/CHF 1,5320 -0,3% USD/JPY 92,9470 -0,4% USD/CHF 1,2093 0,0% GBP/USD 1,4726 -0,4% EUR/GBP 0,8606 0,0%
ÖLPREIS (NYMEX LIGHT SWEET)
aktuell Vortag New York USD 45,49 46,79
Einen leichten Rückgang hat der Ölpreis zur Wochenmitte an der Nymex verzeichnet und damit seine Abwärtstendenz fortgesetzt. Der führende Januar-Kontrakt auf ein Barrel der Sorte Light Sweet Crude gab um 0,17 USD bzw 0,4% auf 46,79 USD nach. Im Tagestief war der Kontrakt schon bis auf 46,26 USD gefallen. Im Anschluss an den wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten hatte der Ölpreis kurzzeitig leicht zugelegt. Doch weiterhin würden die Sorgen um eine sinkende Nachfrage auf dem Markt lasten, hieß es. Die US-Rohöllagerbestände sind in der Vorwoche um 0,456 Mio Barrel gefallen. Analysten hatten hingegen eine Zunahme um 1,7 Mio Barrel erwartet. Die Lagerbestände an Mitteldestillaten wie Diesel und leichtes Heizöl verringerten sich um 1,721 Mio Barrel. Hier war keine Veränderung erwartet worden. Die Lagerbestände an bleifreiem Superbenzin sanken um 1,534 Mio Barrel, während die Prognose auf einen Zuwachs um 0,7 Mio Barrel gelautet hatte.
AKTIEN TOKIO (SCHLUSS)
Schwächer - Das Drehen des japanischen Aktienmarktes ins Minus begründeten Händler mit der anhaltenden Sorge von Anlegern hinsichtlich ungünstiger Wechselkurse. Im Übrigen hielten sich Investoren vor einer Entscheidung des US-Kongresses über ein Rettungspaket der US-Automobilindustrie zurück, hieß es weiter. Die Unsicherheit über das Zustandekommen und die möglichen Auswirkungen hätten belastet. Daher sei die nicht die Zeit für den Aufbau neuer Positionen, so Händler. Bei 7.900 Punkten sei der Nikkei unterstützt. Sollte sich der Leitindex dieser Marke nähern, sei mit dem Einstieg von Pensionsfonds zu rechnen. Die Krise der Automobilindustrie drückte Reifen- und Gummihersteller. So verloren Bridgestone 9,2%. Exportsensitive Werte litten unter den ungünstigen Wechselkursen. Honda Motor büßten 6,2%, Nikon 8,2% und Komatsu 7,5% ein.
AKTIEN HONGKONG (VERLAUF)
Gut behauptet - Günstige US-Vorgaben und deutliche Aufschläge bei überwiegend chinesischen Anlegern vorbehaltenen A-Aktien sorgen für positive Vorzeichen. Insgesamt bewegt sich der Leitindex bislang in einer Seitwärtsspanne, die 245 Zähler umfasst. Damit liegt die Volatilität nur unwesentlich über Vortagesniveau. Laut Händler fehlen derzeit die Impulse. Kurzfristig sehen Marktbeobachter das Börsenbarometer gefangen in einer Spanne zwischen 13.000 und 14.000 Punkten. Besser als der Gesamtmarkt laufen chinesische Telekommunikationswerte. Marktteilnehmer rechneten mit einer baldigen Lizenzvergabe für UMTS-Mobiltelefone, heißt es. China Mobile klettern um 2,6% und China Unicom um 3,9%. Der Immobiliensektor zeigt dagegen Schwäche: SHK Properties verlieren 1,3% und Sino Land 2,4%.
AKTIEN SINGAPUR (MITTAGS)
Freundlich - Mit dem Drehen des japanischen Aktienmarktes ins Minus kommt auch der Leitindex in Singapur von seinen Verlaufshochs zurück. Marktteilnehmer sprechen jedoch von einer "gesunden" Korrektur und sehen weiter Unterstützung durch die Käuferseite. Bei 1.670 Zählern machen Händler einen kurzfristigen Widerstand aus. Die psychologisch wichtige Marke bei 1.700 Zählern bilde dann die nächste Deckelung, heißt es weiter. Unterstützt sei der Leitindex bei 1.614 Punkten. Olam führen die Liste der Tagessieger unter den Indexschwergewichten mit einem Plus von 9,7% an. Am Markt komme der Rückkauf einer Wandelanleihe gut an, so Händler.
RÜCKBLICK US-MÄRKTE
US-NACHBÖRSE
Adobe Systems sind am Mittwochabend im nachbörslichen Handel deutlich unter Druck geraten. Der Software-Konzern hatte nach der Schlussglocke seine Viertquartalsprognose gesenkt und dies mit unter den eigenen Erwartungen liegenden Umsätzen begründet. Des Weiteren kündigte das Unternehmen den Abbau von 600 Stellen an, was rund 8% der weltweiten Belegschaft ausmacht. Bis 19.58 Uhr Ortszeit büßte die Aktie auf nasdaq.com 7,3% ein.
Nach Vorlage eines über den eigenen Prognosen ausgefallenen Geschäftsausweises waren Synopsys dagegen nachbörslich gefragt. Das Software-Unternehmen verbuchte im vierten Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,43 (Vj 0,40) USD. Im August hatte die Gesellschaft eine Gewinn-Zielsetzung von 0,36 bis 0,39 USD genannt. Bis 19.55 Uhr stieg der Aktienkurs um 6,7%.
NYSE-ECKDATEN
Vortag Umsatz (Aktien) 1,55 Mrd 1,61 Mrd Gewinner 1.976 Verlierer 1.035 Unverändert 77
INDIZES
DJIA 8.592 +2,1% S&P-500 871 +2,6% Nasdaq-Comp 1.492 +2,9% Nasdaq-100 1.166 +3,2%
Sehr fest - Trotz schwacher US-Konjunkturdaten haben die Kurse an Wall Street am Mittwoch in der Nähe ihrer Tageshochs den Handel beendet. Vor allem Aufschläge bei den Bankenwerten ließen den Dow zum Ende noch einmal kräftig anziehen. Zur Begründung wurde auf erste Anzeichen einer Entspannung an den Kreditmärkten verwiesen. Auch ein Bericht des "Wall Street Journal", wonach das Finanzministerium weitere Maßnahmen zur Senkung der Hypothekenzinsen plane, stützte das Sentiment. Citigroup legten um 8,3% zu und Bank of America um 7,1%. Research in Motion legten nach anfänglichen Verlusten mit dem Gesamtmarkt um 4,4% zu. Die Gewinnwarnung des Unternehmens vom Vorabend belastete die Aktie damit nur kurzzeitig.
TREASURYS
Änderung Rendite 10-Jährige 109-12/32 +6/32 2,67% 30-Jährige 125-5/32 +11/32 3,18%
Freundlich - Anfänglich kam es zu einer Erholung der Renditen von ihren Rekordtiefs des Vortages. Aufgrund schwacher US-Konjunkturdaten kam es dann aber im Verlauf zu einer Erholung der Notierungen. So brach der ISM-Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe auf 37,3 Punkte ein, nachdem er im Vormonat noch bei 44,4 gelegen hatte. Auch der ADP-Arbeitsmarktbericht fiel schwächer als erwartet aus. Der offizielle Arbeitsmarktbericht des Bureau of Labor Statistics für November wird am Freitag veröffentlicht. Hier erwarten von Ökonomen einen Rückgang der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft von 320.000, die Arbeitslosenquote sehen sie auf 6,8% von zuvor 6,5% steigen. Im Oktober hatte sich der Stellenabbau auf 240.000 belaufen.
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(END) Dow Jones Newswires
December 04, 2008 01:59 ET (06:59 GMT)
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