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Wall Street schließt sehr schwach - GM und Rohstoffwerte belasten

DJ Wall Street schließt sehr schwach - GM und Rohstoffwerte belasten

NEW YORK (Dow Jones)--Deutliche Abgaben in der letzten Handelsstunde haben an Wall Street am Donnerstag für eine sehr schwache Tendenz gesorgt. Es wurde von Händlern auf die Ungewissheit um ein mögliches Rettungspaket für die US-Autobauer und Befürchtungen hinsichtlich des US-Arbeitsmarktberichts für den November am Freitag verwiesen. Auch die Kursverluste bei den Rohstoffwerten belasteten das Sentiment. Hier wurde auf den Ölpreis verwiesen, der an der Nymex am Berichtstag auf den niedrigsten Settlementpreis seit Januar 2005 bei 43,67 USD je Barrel gefallen war. Dagegen zeigten sich Einzelhandelswerte nach guten Umsatzzahlen für den November mit Kursgewinnen.

Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) reduzierte sich um 2,5% bzw 215 Punkte auf 8.376. Der Index konnte sich damit von seinem Tagestief bei 8.259 Punkten wieder etwas erholen. Im Verlauf war er auch schon bis auf 8.632 Punkte gestiegen. Der S&P-500 gab um 2,9% bzw 26 Punkte auf 845 nach. Der technologielastige Nasdaq-Composite verzeichnete ein Minus von 3,1% bzw 47 auf 1.446 Punkte. Das Umsatzvolumen lag bei 1,47 (Mittwoch: 1,55) Mrd Aktien. Den 755 Kursgewinnern standen 2.286 -verlierer gegenüber. 74 Titel schlossen die Sitzung unverändert.

Bei den US-Konjunkturdaten ist die Zahl der Erstanträge auf Leistungen der US-Arbeitslosenversicherung auf saisonbereinigter Basis zwar überraschend um 21.000 auf 509.000 gefallen, während Volkswirte einen Anstieg um 11.000 erwartet hatten. Beobachter verwiesen aber darauf, dass in der vergangenen Woche der Feiertag "Thanksgiving" stattfand, was zu Problemen bei den Prognosen geführt haben könnte.

"Die wöchentlichen Zahlen fielen zwar etwas besser als erwartet aus, aber vor dem am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht fanden die Daten keine so große Beachtung", sagte ein Analyst. Hier erwarten Ökonomen einen Rückgang der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft von 320.000, die Arbeitslosenquote sehen sie auf 6,8% von 6,5% steigen. Im Oktober hatte sich der Stellenabbau auf 240.000 belaufen.

Der Auftragseingang der US-Industrie ist im Oktober verglichen mit dem Vormonat um 5,1% gefallen, womit der Ordereingang etwas weniger als erwartet zurückgegangen ist. Dennoch wurde damit der stärkste Rückgang seit Juli 2000 verzeichnet. Ökonomen hatten mit einem Minus von 5,4% gerechnet.

Der Fokus des Marktes war am Berichtstag weiterhin auf die Automobilwerte gerichtet. Bei einer erneuten Anhörung vor dem US-Kongress machten die CEO`s von General Motors (GM), Ford und Chrysler deutlich, dass ein Rettungspaket notwendig sei, um das Überleben der Unternehmen zu sichern. Falls es zu einer Unterstützung kommt, wurde von Seiten der Autobauer zugesichert, im kommenden Jahr nicht nach erneuten Hilfen zu ersuchen. Allerdings beruht dies auf der Annahme, dass sich die konjunkturelle Lage nicht weiter verschlechtert.

Die Aktien von GM brachen um 16% auf 4,11 USD, während Ford ein Minus von 6,7% auf 2,66 USD verzeichneten. Ford betonte im Rahmen der Anhörung, dass das Unternehmen keine sofortige Hilfe benötige. Ebenfalls unter Druck standen die Öl- und Rohstoffwerte. Hier verloren Exxon Mobil 3,3% auf 76,27 USD und die Aktien des Aluminiumherstellers Alcoa fielen um 13,2% auf 8,06 USD.

Die Einzelhandelswerte profitierten dagegen von positiven Umsatzzahlen für November. So stiegen Wal-Mart um 1,4% auf 55,11 USD. Das Unternehmen vermeldete einen um 3,4% gestiegenen Filialumsatz. JCPenney legten um 7,5% auf 19,88 USD zu und Nordstrom erhöhten sich um 10% auf 12,01 USD. Die Umsatzzuwächse seien allerdings mit kräftigen Rabatten erkauft worden, merkte ein Analyst an.

AT&T fielen um 3,1% auf 28,17 USD, nachdem der Telekomkonzern im Zuge einer umfassenden Umstrukturierung rund 12.000 Stellen streicht. Aufgrund der Stellenstreichungen komme es im Schlussquartal des Jahres 2008 zu einer Restrukturierungsbelastung von etwa 600 Mio USD. Merck & Co gaben um 5,5% auf glatt 25 USD nach. Der US-Pharmakonzern hat die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr und seinen im Oktober gesenkten mittelfristigen Umsatzausblick bestätigt. Für 2009 visiert Merck & Co einen um Restrukturierungsbelastungen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,15 bis 3,30 USD an. Analysten rechneten bislang mit einem bereinigten Ergebnis von 3,52 USD je Anteilsschein.

DJG/DJN/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

December 04, 2008 17:20 ET (22:20 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
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