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XETRA-MITTAG/Sehr fest - DAX hält sich über 4.600 Punkten

DJ XETRA-MITTAG/Sehr fest - DAX hält sich über 4.600 Punkten

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr fest und ohne nennenswerte Gewinnmitnahmen zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Montagmittag. Der DAX steigt gegen 13.18 Uhr um 5,9% oder 258 Punkte auf 4.639. Nach den "gigantischen" Vorgaben aus den USA und Asien ist der DAX am Morgen mit kräftigen Gewinnen gestartet. Auch am Mittag kann er das erhöhte Niveau verteidigen.

Das Hilfspaket für die US-Automobilindustrie habe spürbar zu einer Verbesserung des Sentiments geführt, heißt es im Handel. Auch die Pläne des kommenden US-Präsidenten Barack Obama für ein Konjunkturpaket stützen die Stimmung. Positiv werde zudem gesehen, dass der Kursverfall bei den Öl-Futures zunächst bei 40 USD gestoppt werden konnte, heißt es weiter.

"Möglicherweise sehen wir doch noch eine kleine Jahresendrally", hofft ein weiterer Marktteilnehmer. Erkennbar sei das am beginnenden "Window Dressing" mit Blick auf das Jahresende: "Aktien, die keiner im Depot haben will, fliegen raus", so der Händler mit Blick auf Infineon und Hypo Real. Den nächsten fundamentalen Impuls könne gegen 16.00 Uhr der Beschäftigungsindikator des US Conference Board setzen. Kurzfristig ist der DAX nun bei 4.300 Zählern unterstützt, bei 4.733 Punkten liegt ein Widerstand.

Auffällig ist, dass vor allem die DAX-Schwergewichte gesucht sind. So tendieren Allianz, BASF, Bayer, Daimler, E.ON, SAP und Siemens fester als der DAX. Diese sieben DAX-Titel sind in dem Index zusammen mit 50% gewichtet. E.ON bauen ihre Gewinne auf 8,2% auf 25,44 EUR aus, Siemens um 7,8% auf 48,31 EUR. Siemens will laut "Financial Times Deutschland" einen Vorratsbeschluss für Kapitalerhöhungen fassen, um für mögliche Akquisitionen gerüstet zu sein.

Allianz bauen ihre Gewinne auf knapp 10% Plus aus auf 72,18 EUR. Nach einem positiven Ausblick auf 2008 waren am Freitag die Aktien von Hartford Financial um mehr als 100% in die Höhe geschnellt. Die Allianz ist mit 2,5 Mrd USD an Hartford beteiligt.

Obwohl Gespräche zwischen Deutscher Börse und der Euronext NYSE laut Kreisen gescheitert sind, stützen die Konsolidierungsfantasien für Börsenbetreiber die Deutsche-Börse-Aktie, die sich um 8% auf 54,49 EUR verteuert. Deutsche Bank ziehen um 4,8% auf 26,28 EUR an.

Laut der "Welt" will die Deutsche Post 2008 je "Aktie Gelb" 0,90 EUR ausschütten. Deutsche Post gewinnen 4,5% auf 10,55 EUR. Die mit Kursgewinnen gestarteten Titel der Postbank halten sich weiter im Minus und büßen 2,7% auf 13,38 EUR ein. "Wenn die Postbank nun Kapitalmarktpositionen abbaut, sind weitere Abschreibungen möglich", meint ein Analyst.

Infineon verlieren gegen den Trend am Gesamtmarkt fast 8% auf 0,88 EUR. "Viele Anleger wollen die Aktie bis zum Jahresende aus den Büchern haben", sagt ein Händler mit Blick auf die beschleunigten Kurseinbußen der Aktie in den vergangenen Wochen. Dieses "Window Dressing" lastet auch auf der Hypo Real, die um 4,6% auf 2,88 EUR fallen.

Im MDAX büßen Premiere 5,4% auf 4,21 EUR ein. Laut "Spiegel" will der Premiere-Aktionär News Corp des Investors Rupert Murdoch zwar eine Kapitalerhöhung bei Premiere mittragen, sich aber von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) von der Verpflichtung zur Übernahme des Senders befreien lassen. News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist an Premiere mit 25,01% beteiligt.

Ein Großauftrag für die australische Tochter Leighton Holdings treibt die Hochtief-Aktie an, die 12% auf 29,77 EUR gewinnt. Arcandor legen 5,5% auf 2,29 EUR zu und profitieren laut Händlern von der Aussicht auf ein gutes Weihnachtsgeschäft. EADS hat im November Aufträge für 84 Flugzeuge gebucht. Die Aktie steigt um 7,4% auf 12,24 EUR.

DJG/mod/flf 
 

(END) Dow Jones Newswires

December 08, 2008 07:20 ET (12:20 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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