DJ Merckle macht Banken neues Angebot - FAZ
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Unternehmer Adolf Merckle gibt die Hoffnung nicht auf, dass die Verhandlungen mit mehr als 30 Banken noch zum Erfolg führen und seine Firmengruppe stabilisiert werden kann. "Am Montag haben wir den Banken ein neues Angebot unterbreitet und arbeiten mit ihnen weiter daran, eine Lösung zu finden", sagte Merckle der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ - Mittwochausgabe).
Merckle zeigte Verständnis für die Haltung der Banken, die sich in der Finanzmarktkrise anderen Herausforderungen ausgesetzt sähen als bisher und sich daher anders verhielten: "Das ist nachvollziehbar. Aber vorauszusehen war das für niemanden. Es ist eine neue Situation, dass man trotz Sicherheiten keine neuen Kredite mehr bekommt", sagte der Unternehmen.
In den aktuellen Verhandlungen fordern die Banken seinen Angaben zufolge, die Anteile der Familie am Generikahersteller Ratiopharm, an der HeidelbergCement AG und am Arzneimittelgroßhändler Phoenix als Sicherheit zu geben. Merckle sagte: "Dazu sind wir auch bereit, wenn wir den notwendigen Kredit bekommen."
Zur Aufregung nach seiner Anfrage nach einer Landesbürgschaft sagte der Unternehmer: "Wir wollten nichts unversucht lassen, um eine Lösung zu finden. Auch wenn wir dafür kritisiert wurden. Es ging ja nicht darum, ein Geschenk des Landes Baden-Württemberg zu erhalten, sondern Unternehmen, die in Baden-Württemberg Arbeitsplätze schaffen, zu stabilisieren."
Dass er persönlich angegriffen und als Zocker dargestellt werde, wäre noch nicht so schlimm, sagte Merckle. "Wirklich zum Problem wird es, wenn es daraufhin zu Rückwirkungen auf die Handlungsmöglichkeiten des Unternehmens kommt, weil die Erwartung der Marktteilnehmer durch eine aktuelle, vielleicht nicht einmal lang anhaltende Stimmung beeinflusst wird."
Webseite: http://www.faz.net DJG/jhe/cbr
(END) Dow Jones Newswires
December 09, 2008 11:55 ET (16:55 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.
