DJ Wall Street schließt mit weiteren Gewinnwarnungen sehr schwach
NEW YORK (Dow Jones)--Eine weitere Welle von Gewinnwarnungen hat am Dienstag die Aktienkurse an Wall Street kräftig unter Druck gebracht. Während die Rezession, die globale Kreditkrise und belastete Konsumenten weiterhin die Unternehmen unter Druck setzten, rollte eine weitere Runde von schwachen Ausblicken und Stellenabbau durch den Markt, sagte ein Beobachter.
Der Dow-Jones-Index verlor 2,7% bzw 243 Punkte auf 8.691. Der S&P-500-Index fiel um 2,3% bzw 21 Punkte auf 889. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index sank um 1,6% bzw 24 Punkte auf 1.547. Umgesetzt wurden 1,44 (Montag: 1,74) Mrd Aktien. Den 910 Kursgewinnern standen 2.117 -verlierer gegenüber. 82 Titel schlossen die Sitzung unverändert.
"Ich weiß, dass es (am Montag) viel Begeisterung für die möglichen Pläne von Obama gegeben hat. Aber wenn man sich von der Euphorie befreit hat man es weiter mit den sehr realen Problemen in der Wirtschaft zu tun", kommentierte Daniel Morgan, Vermögensverwalter bei Synovus Securities.
FedEx verloren 14% auf 63,65 USD, nachdem der Logistiker am Montagabend seine Prognose für 2009 deutlich gesenkt hatte. Der Postdienstleister verwies auf deutlich schwächere konjunkturelle Bedingungen, die positive Effekte wegen des niedrigeren Ölpreises und des angekündigten Abschieds von DHL vom Heimatmarkt aufwiegen würden. Auch Con-way fielen um 14% auf 22,19 USD - das Logistikunternehmen hatte einen Stellenabbau um 8% angekündigt und die Gewinnprognose für 2008 gesenkt.
Der Finanzsektor wurde von der Bitte der SunTrust Bank um weitere Kapitalmittel aus dem staatlichen Rettungsprogramm belastet. Im Dow gaben J.P.Morgan um 6,9% auf 33,96 USD nach und Bank of America um 5% auf 16,95 USD. Lediglich Citigroup hielten sich mit 0,8% im Plus bei 8,54 USD. Gemieden wurden auch Automobiltitel: General Motors verloren 4,7% auf 4,70 USD und Ford 3,4% auf 3,23 USD.
Lediglich einige Technologietitel konnten sich dem Abwärtstrend trotz gesenkter Prognose entziehen. So gewannen Texas Instruments 4,9% auf 15,55 USD, obwohl der Chiphersteller seine Prognose für das vierte Quartal gesenkt hatte. Da hatten einige Marktteilnehmer mit noch schlimmeren Zahlen gerechnet, hieß es. Auch Broadcom kletterten trotz gesenkter Prognose um 7% auf 16,54 USD.
National Semiconductor legten um 13,2% auf 11,65 USD zu. Das Nettoergebnis war im zweiten Quartal um 63% gesunken. Für das dritte Quartal prognostizierte der Chiphersteller einen Rückgang um weitere 30% im Vergleich zum zweiten Quartal. Auch im Dow hielten sich Intel als einer von drei Gewinnern und stiegen um 2,6% auf 14,30 USD.
DJG/DJN/reh
(END) Dow Jones Newswires
December 09, 2008 17:10 ET (22:10 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.
