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Wall Street schließt fester - Energie- und Rohstofftitel gesucht

DJ Wall Street schließt fester - Energie- und Rohstofftitel gesucht

NEW YORK (Dow Jones)--Vor allem Käufe bei Energie- und Rohstofftiteln haben den US-Börsen am Mittwoch zu Kursaufschlägen verholfen und für eine insgesamt festere Tendenz gesorgt.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,8% bzw 70 Punkte auf 8.761. Der S&P-500-Index gewann 1,2% bzw 11 Punkte auf 899. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index legte um 1,2% bzw 18 Punkte auf 1.565 zu. Umgesetzt wurden 1,31 (Dienstag: 1,44) Mrd Aktien. Den 2.140 Kursgewinnern standen 883 -verlierer gegenüber. 65 Titel schlossen die Sitzung unverändert.

Für gute Stimmung sorgte auch das jüngste Dossier vom US-Immobilienmarkt. Der Verband der US-Hypothekenbanken hat einen saisonbereinigten Rückgang bei den Hypothekenanträgen um 7,1% ausgewiesen. Zuvor war er wegen eines kräftigen Rückgangs des Zinsniveaus allerdings um 112,1% gestiegen. "Ich halte das für ein eher ermutigendes Signal", sagt David Resler, Volkswirt bei Nomura Securities. Dass sich der Index nach der starken Vorwoche jetzt kaum verändert habe, bedeute, "dass es eine fundamental begründete Nachfrage gibt."

Gesucht waren vor allem Energie- und Rohstofftitel. "Es wird soviel Liquidität in das System gepumpt, das wird letztlich zu Inflation führen - und der Rohstoffbereich ist der erste, der davon profitieren wird", sagte Craig Hodges von Hodges Capital Management. So kletterten Peabody Energy um 19% auf 25,91 USD und Chesapeake Energy um 23% auf 17,83 USD. Die großen Öltitel zogen mit dem gestiegenen Ölpreis an: Chevron kletterten um 3,8% auf 78,44 USD und Exxon um 2,4% auf 80,07 USD.

Auch zyklische Titel gehörten zu den großen Gewinnern: Alcoa setzten ihren mit der Ankündigung eines gigantischen Infrastrukturprogramms durch den designierten US-Präsidenten Barack Obama begonnen Höhenflug fort und verteuerten sich als Tagessieger im Dow um 6,8% auf 10,20 USD. Caterpillar rückten - zusätzlich von einem Anstieg des Euro befeuert - um 3% auf 43,67 USD vor.

Unter den Finanztiteln ging es dagegen weiter nach unten. "Es sind eine Menge schlechte Nachrichten in den Sektor eingepreist, aber es gibt einfach keinen Kurstreiber für eine richtige Rally. Es gibt noch keinen klaren Weg, wie viele Banken die toxischen Schuldpapiere aus der Bilanz kriegt", sagte Russ Koesterich, Analyst bei Barclays Global Investors.

Im Sektor fielen American Express um 7,4% auf 21,56 USD, nachdem Bank of America und Citigroup die Aktien des Kreditkartenunternehmens in ihren Ersteinstufungen mit "Sell" bewertet hatten. Daneben sanken im gleichen Sektor Citigroup um 2,8% und Bank of America um 1,5%. Wal-Mart gaben nach der Ankündigung, das Aktienrückkaufprogramm auszusetzen, um 1% auf 55,25 USD nach.

Der Technologiesektor zeigte sich uneinheitlich. Zu den Gewinnern zählten Yahoo, die um 9,9% auf 13,40 USD zulegten. Ein weiterer Großaktionär, der Hedge-Fonds Ivory Investment Management, legte dem Yahoo-Board nahe, sich mit Microsoft zu einigen.

DJG/DJN/reh 
 

(END) Dow Jones Newswires

December 10, 2008 17:09 ET (22:09 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
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