Im mutmaßlichen Milliarden-Betrug
an der Wall Steet melden sich immer mehr betroffene Banken. Neben
der BNP Paribas
Unter den größten Opfern ist die spanische Bank Santander
Die Societe Generale
Große deutsche Banken äußerten sich vorerst nicht zu den
Vorgängen. Bei der Commerzbank
GRÖSSTE VERLUSTE BEI HEDGE FONDS
Das wirklich große Geld kam aus der Hedge-Fonds-Branche. So hat
dem "Wall Street Journal" zufolge allein die Fairfield Greenwich
Group, ein sogenannter "Hedge-Fonds-Fonds" - ein Unternehmen, dass
Geld einsammelt, um es in Hedge-Fonds zu investieren - bei Madoff
7,5 Milliarden Dollar angelegt. Der britische Hedgefonds-Anbieter
Man Group
Der 70-jährige Madoff selbst hatte den US-Behörden zufolge den Schaden auf 50 Milliarden Dollar beziffert. Das wäre der größte Betrugsfall der Geschichte. Es soll ein klassisches Schneeball-System gewesen sein: Die Anleger bekamen die versprochenen hohen Zinsen - wohl acht bis zwölf Prozent im Jahr - aus dem Geld immer neuer Investoren. Madoff gestand den Betrug offenbar zwei seiner wichtigsten Angestellten - laut Zeitungsberichten waren es seine Söhne -, die anschließend die Behörden einschalteten.
Unter den Opfern des Betrugs sollen neben Hedge-Fonds und Super-Reichen auch kleinere Investoren sein, die erspartes oder geerbtes Geld für den Lebensabend angelegt hatten. Laut Zeitungsberichten gehen die Behörden von mehreren hundert Geschädigten aus. Das "Wall Street Journal" zitierte zum Beispiel einen Anwalt von 30 Investoren, deren Verluste eine Milliarde Dollar übersteigen könnten. In den Golf- und Country-Clubs, in denen Madoff verkehrte, galt er als Investment-Star. Zum Teil vertrauten ihm die Leute laut Medienberichten nahezu ihr gesamtes Erspartes an. Die "New York Times" berichtete von Familien, die alle ihre Rücklagen verloren haben. Eine Wohltätigkeits-Stiftung aus Massachusetts ist vermutlich ihr gesamtes Geld los und muss schließen./FX/RX/DP/gr/sc/sb
ISIN FR0000131104 ES0113900J37
AXC0069 2008-12-15/11:17
