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Wall Street im Verlauf freundlich - Banken nach Goldman gesucht

DJ Wall Street im Verlauf freundlich - Banken nach Goldman gesucht

NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street tendiert am Dienstag im Verlauf freundlich. Einen positiven Impuls für die Banken lieferte Goldman Sachs mit den Zahlen für das 4. Quartal. Der Dow-Jones-Index steigt gegen 16.45 Uhr MEZ um 0,8% bzw 68 Punkte auf 8.632. Der S&P-500 erhöht sich um 1,3% bzw 12 Punkte auf 880 und der Nasdaq-Index klettert um 1,7% bzw 25 Punkte auf 1.534.

Positiv werden die vorgelegten Zahlen von Goldman Sachs für das 4. Quartal aufgenommen. Der Gewinn je Aktie lag mit einem Minus 4,97 USD zwar am unteren Ende der Schätzungen. Positiv wird im Handel dagegen die Entwicklung des Tier-1-Ratios gesehen, das auf 15,6% nach zuvor 11% geklettert ist. Auch der Anstieg des Buchwerts auf 98,68 USD zeige die verbesserte Bilanzstruktur, heißt es im Handel. Goldman Sachs legen um 7,7% auf 71,55 USD zu, J.P. Morgan gewinnen 3,4% auf 29,61 USD und Citigroup 2,4% auf 7,59 USD. Morgan Stanley, die am Mittwoch ihre Zahlen vorlegen, gewinnen 4,3% auf 14,22 USD.

Bei General Electric wird auf die Aussagen auf dem Investorentreffen gewartet. Das Unternehmen hatte im abgelaufenen Jahr zweimal die eigene Prognose nicht erreicht - das erste Mal in der Geschichte. Besonderes Augenmerk dürfte auf den Aussagen zur Dividendenpolitik liegen, das Unternehmen hatte bisher eine Quartalsdividende von 0,31 USD gezahlt. Die Aktie legt im Vorfeld um 2,4% auf 17,36 USD zu.

Schwache Daten gab es vor Handelsbeginn einmal mehr vom Immobilienmarkt. So sind die Baugenehmigungen im Monat November um 15,6% zurückgegangen, die wettersensitiven Baubeginne brachen sogar um 18,9% ein. Die ebenfalls bekannt gegebenen Verbraucherpreise lagen dagegen im Rahmen der Erwartung.

Im weiteren Verlauf steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank im Fokus des Interesses. Die Federal Reserve dürfte den Zielsatz für die Fed Funds Rate um weitere 50 Basispunkte auf dann nur noch 0,50% senken. Mit dem niedrigsten Leitzinsniveau seit 1971 würde sie allerdings lediglich nachvollziehen, was am Geldmarkt bereits Realität ist. Der effektive Fed-Funds-Satz - also der Zins, der für Sichteinlagen bei der Fed bezahlt wird - liegt schon seit einiger Zeit deutlich unter dem Zielsatz.

Nach Einschätzung von Bankvolkswirten dürften die Fed-Offiziellen zudem über weitere unkonventionelle Maßnahmen diskutieren. Die Fed könnte in noch größerem Umfang als schon bisher als direkter Käufer von privaten Schuldverschreibungen auftreten - und damit die Wirtschaft am Bankensystem vorbei mit Kredit versorgen.

DJG/thl/ros 
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(END) Dow Jones Newswires

December 16, 2008 10:54 ET (15:54 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
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