Die Bundesnetzagentur hat nach
Auffassung des Verwaltungsgerichts Köln den Mietpreis für die
sogenannte letzte Meile im Telefonnetz falsch berechnet. Damit
können Konkurrenten der Deutschen Telekom
Geklagt hatte unter anderem die Versatel AG
NETZAGENTUR LEGT IM MÄRZ NEUEN PREIS FEST
Der Gerichtsentscheid bezieht sich auf die Jahre 1999 bis 2001. Er dürfte aber Signalwirkung haben, da die Netzagentur auch in den Folgejahren nach gleichem Muster die Gebühren festgesetzt hatte. Am 31. März entscheidet die Behörde erneut über den Preis für eine Teilnehmeranschlussleitung (TAL). Dieser gilt dann wieder zwei Jahre.
Momentan müssen die Telekom-Konkurrenten 10,50 Euro pro Anschluss und Monat berappen. Gegen die Höhe regt sich in der Branche schon seit einiger Zeit Widerstand, denn wegen des starken Wettbewerbs sind DSL-Anschlüsse für den Endkunden schon um die 20 Euro zu haben. "Eine deutliche Absenkung des TAL-Preises ist nicht zuletzt wegen des Urteils des Verwaltungsgerichts Köln wahrscheinlicher geworden", teilte Versatel mit. Ob es für die zurückliegenden Jahre zu einer Rückerstattung kommt, ist nach Angaben einer Unternehmenssprecherin aber offen. Die Streitigkeiten vor Gericht ziehen sich seit 1999 hin./das/sb
ISIN DE000A0M2ZK2
AXC0137 2008-12-17/14:54
