DJ Europas Börsen leiden unter Schwächeanfall der Banken
FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Börsen haben sich die Kurse am Mittwoch mit teils deutlichen Abgaben gezeigt. Der Dow-Jones-Euro-Stoxx-50 reduzierte sich um 5,90 Punkte oder 0,2% auf 2.444,46 Punkte. Der Stoxx-50 gab stärker nach, er verlor 26,04 Punkte oder 1,2% auf 2.063,63 Punkte. Nach Gewinnen im frühen Geschäft drehte der Markt am Vormittag ins Minus. "Es setzt sich offenbar zunehmend die Meinung durch, dass die neue Strategie der US-Notenbank als eine Panikreaktion auf eine in eine deflationäre Krise driftende Volkswirtschaft zu verstehen ist", sagte ein Händler.
Darüber hinaus würden die exportorientierten europäischen Unternehmen von dem weiter deutlich gegenüber dem Dollar gestiegenen Euro belastet. Besonders gedrückt wurde die Stimmung allerdings einmal mehr von der Bankenbranche, die mit einem neuerlichen Baisse-Schub auf laut Händlern hausgemachte Probleme reagierten.
Banken mit Spekulationen um BNP Paribas sehr schwach
Der Stoxx-Index des Bankensektors verlor 4%. BNP Paribas brachen um 17,2% auf 34,22 EUR ein. Am Vorabend hat die französische Großbank für ihre Investmentbanking-Sparte CIB einen Vorsteuerverlust von 710 Mio EUR in den ersten 11 Monaten 2008 ausgewiesen. Damit würden die Rufe nach einer Kapitalerhöhung lauter, glauben die Analysten von UBS. Societe Generale, HBOS und HSBC verloren zwischen 5,7% und 6%.
Deutsche Bank gaben um 8,8% auf 25,53 EUR nach. Ein Händler verwies auf die Nachricht, das Kreditinstitut werde eine Call-Option auf eine Anleihe mit Fälligkeit am 16. Januar 2014 aus Kostengründen nicht ausüben. "Bislang war es aber branchenüblich, diese Instrumente nicht weiterlaufen zu lassen", sagte ein Analyst. Insofern handele es sich um so etwas wie einen "Tabubruch". Da dieses Risiko wohl künftig eingepreist werde, könnten sich die Refinanzierungskosten für die Branche ganz allgemein erhöhen. Gut im Markt lagen dagegen unter den Finanztiteln Swiss Re mit einem Plus von 5,6% auf 49,74 CHF, nachdem UBS den Titel auf die Kaufliste genommen hat.
Bauwerte profitieren von Konjunkturprogrammen
Mit Aufschlägen zeigten sich auch die Bauwerte, gestützt auch von den angekündigten staatlichen Infrastrukturprogrammen. Saint-Gobain gewannen 0,9% auf 34,30 EUR, Vinci stiegen um 2,5% auf 30,40 EUR. Der Sektoren-Index legte um 1,9 Prozent zu. Auch andere Infrastruktur-Titel wie Siemens und Schneider gewannen an Boden.
Ebenfalls im Plus schlossen die Rohstoffwerte. Der Sektor-Index stieg um 1,3%. Ölwerte gewannen an Boden, Stahlwerte wie Arcelor erholten sich deutlich, und Anglo American stiegen mit dem Goldpreisanstieg um 5,4% auf 1.650 p.
Europäische Schlussindizes am Mittwoch, den 17. Dezember:
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Index Schluss- Veränd. Veränd. Veränd.
stand abs. in % seit Jahresbeginn
DJ Europe EuroSTOXX50 2444,46 -5,90 -0,24 -44,44
STOXX 50 2063,63 -26,04 -1,25 -43,98
STOXX 600 197,51 -1,50 -0,75 -45,83
London FTSE 100 4324,19 15,11 0,35 -33,03
Frankfurt Xetra DAX 4708,38 -21,53 -0,46 -41,64
Paris CAC40 3241,92 -9,74 -0,30 -42,25
Amsterdam AEX 247,76 -0,50 -0,20 -51,96
Athen ASE 1746,58 5,01 0,29 -66,27
Brüssel BEL-20 1859,62 -3,06 -0,16 -54,95
Kopenhagen KFX 253,13 0,47 0,19 -45,46
Dublin ISEQ 2521,35 48,59 1,97 -63,64
Helsinki HEX 5351,78 -27,23 -0,51 -53,86
Istanbul IMKB-100 26765,07 369,25 1,40 -51,81
Madrid IBEX 35 9196,90 29,20 0,32 -39,42
Mailand S&P/MIB 19352 51 0,26 -49,81
Oslo OBX Stock 266,37 4,82 1,84 -53,27
Prag PX 833,20 -4,90 -0,58 -54,10
Moskau RTS 699,86 11,92 1,73 -69,45
Wien ATX 1732,61 -10,23 -0,59 -61,61
Zürich SMI 5548,20 -18,94 -0,34 -34,61
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