DJ Wall Street schließt schwächer - Finanz- und Ölwerte belasten
NEW YORK (Dow Jones)--Belastet vom Bankensektor hat die Wall Street am Mittwoch schwächer geschlossen. Damit setzte sich die positive Entwicklung des Vortages, im Anschluss an die überraschend deutliche Senkung des Zinsniveaus durch die US-Notenbank, nicht fort. Allerdings verzeichnete der Leitindex in einer volatilen Sitzung auch Ausflüge in positives Terrain, hielt sich dort jedoch nicht.
Der Dow-Jones-Index verlor 1,1% bzw 100 Punkte auf 8.824. Der S&P-500 reduzierte sich um 1% oder 9 Zähler auf 904 und der Nasdaq-Index fiel um 0,7% bzw 11 Punkte auf 1.579. Umgesetzt wurden 1,34 (Dienstag: 1,54) Mrd Aktien. Den 1.751 Kursgewinnern standen 1.279 -verlierer gegenüber. 91 Titel schlossen die Sitzung unverändert.
Auch wenn die Aktienmärkte auf die Entscheidung der US-Notenbank am Vortag zunächst mit einem Kursfeuerwerk reagiert habe, werfe die deutliche Senkung Fragen über den Zustand der US-Konjunktur auf, so ein Analyst. Die Euphorie sei schon wieder verflogen, ergänzte ein Händler. "Die Zinssenkung der Fed auf das niedrigste Niveau überhaupt wurde vom Aktienmarkt sehr positiv aufgenommen. Aber dies dürfte nur ein weiteres Beispiel einer kurzfristig irrationalen Übertreibung gewesen sein", urteilte Mark O'Byrne, in leitender Funktion bei Gold and Silver Investments Ltd tätig. Die US-Notenbank hatte den Zielsatz für Tagesgeld angesichts der drohenden schweren Rezession auf ein historisches Tief gesenkt.
Die vor Sitzungsbeginn veröffentlichten US-Konjunkturdaten hatten dagegen kaum Einfluss auf das Handelsgeschehen. Nach Veröffentlichung der US-Öllagerbestandsdaten und trotz einer etwas über den Erwartungen ausgefallenen Förderdrosselung durch die OPEC fiel der Ölpreis auf den tiefsten Stand seit viereinhalb Jahren. Im Ölsektor ging es daher für Cevron um 2,8% auf 76,82 USD und für Exxon um 2,5% auf 81,06 USD talwärts.
Bei den Einzelwerten standen die Zahlen von Morgan Stanley im Blickpunkt des Interesses. Die US-Bank hat im Schlussquartal erneut einen deutlichen Verlust verbucht. Im Vergleich zum Vorjahresquartal kletterte das Ergebnis allerdings ein Stück aus den roten Zahlen. Die Aktie drehte im Verlauf ins Plus und gewann 2,3% auf 16,50 USD. "Dass der Markt heute Morgan Stanley und gestern Goldman Sachs ignoriert hat, ist wichtig. Vor sechs Monaten hätten solche Zahlen den Finanzsektor um 30% in die Tiefe gerissen", so ein Händler. Im Bankensektor überwogen aber dennoch insgesamt die negativen Vorzeichen. So büßten Citigroup 4,9% auf 7,83 USD und J.P. Morgan 1,5% auf 31,86 USD ein.
Apple reagierten auf einen negativen Analystenkommentar und verloren 6,6% auf 89,16 USD. Marktteilnehmer verwiesen zudem auf Gerüchte über eine ernsthafte Erkrankung von CEO Steve Jobs. Nike kletterten vor Veröffentlichung des Geschäftsausweises um 2% auf 50,64 USD.
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December 17, 2008 17:11 ET (22:11 GMT)
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