DJ Wall Street schließt sehr schwach - GE belastet Sentiment
NEW YORK (Dow Jones)--Die Notierungen an der Wall Street haben am Donnerstag im späten Verlauf deutlich nachgegeben und letztlich sehr schwach geschlossen. Temporär hatte der etwas besser als erwartet ausgefallene Phili-Fed-Index gestützt. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) ermäßigte sich um 2,5% oder 219 Punkte auf 8.605. Für den S&P-500 ging es um 2,1% bzw 19 Zähler auf 885 nach unten. Der Nasdaq-Composite büßte 1,7% oder 27 Stellen auf 1.552 ein. Umgesetzt wurden 1,38 (Mittwoch: 1,34) Mrd Aktien. Den 1.270 Kursgewinnern standen 1.772 -verlierer gegenüber. 79 Titel schlossen die Sitzung unverändert.
Bei vielen Anlegern habe sich die Rezession in den Köpfen festgesetzt, daher schaue man verstärkt darauf, wie die Unternehmen mit der Krise fertig werden, sagte ein Händler. Anfänglichen Schwung verliehen indes die Konjunkturdaten. Deutlich besser, oder "zumindest weniger schlecht" als erwartet war der Philadelphia-Fed-Index im Dezember veröffentlicht worden. "Vor allem der Rückgang im Abwärtsmomentum bei den New Orders sieht sehr gut aus", so ein Händler. "Überraschend positiv" waren bereits vorbörslich die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ausgefallen", hieß es im Handel. Keine Überraschung hielten derweil die Frühindikatoren parat.
Für die Eintrübung des Sentiments sorgten nach Aussage von Händlern Meldungen über General Electric (GE). Standard & Poor's hatte den Ausblick für den Mischkonzern gesenkt und die Aktie damit um 8,2% auf 15,96 USD stürzen lassen. Im Blickpunkt stand zudem der Automobilsektor. Laut "Wall Street Journal" haben General Motors (GM) und Chrysler ihre Fusionsgespräche wieder aufgenommen. GM dementierte die Berichte zwar, aber die Nachricht kam am Markt dennoch nicht gut an.
Belastend kam hinzu, dass US-Präsident George W. Bush noch keine Entscheidung über die Rettung der Automobilindustrie getroffen hat. Händler verwiesen zudem auf steigende Schwierigkeiten bei der Finanztochter GMAC. GM brachen in dieser Gemengelage um 16,2% auf 3,66 USD ein. Für Ford ging nach Berichten über die Verlängerung der vorübergehenden Stilllegung fast aller nordamerikanischer Werke um 9,6% auf 2,84 USD talwärts.
Nach Meldungen über Probleme bei einem Immobilienfonds gerieten auch Finanzwerte unter Abgabedruck. So büßten Citigroup 5,1% auf 7,43 USD und J.P. Morgan 5,2% auf 30,21 USD ein. Belastet vom erneut nachgebenden Ölpreis verloren Chevron 4,9% auf 73,03 USD und Exxon 5% auf 77,00 USD. Daneben gaben Nike und Federal Express (FedEx) Zahlen bekannt. Nike hatte mit einem Quartalsgewinn von 0,80 USD je Aktie die Analystenschätzung von 0,78 USD leicht übertroffen, beim Umsatz mit 4,59 Mrd USD aber die Prognose von 4,69 Mrd USD verfehlt. Die Aktie stieg um 4% auf 52,69 USD.
Der US-Logistikkonzern FedEx hatte für das zweite Quartal nahezu stagnierende Ergebnisse vorgelegt, mit seinem Zahlenwerk allerdings die Markterwartungen getroffen. Die erst unlängst gesenkte Prognose für das Gesamtjahr 2008/09 bestätigte der Logistikkonzern. In der vergangenen Woche hatte FedEx die Prognosespanne für das laufende Geschäftsjahr massiv zurückgenommen. Die Aktie drehte ins Minus und gab 2,1% auf 62,60 USD ab. Im Vorfeld des Zahlenausweises von Oracle fielen die Aktien um 0,8% auf 16,61 USD.
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December 18, 2008 17:18 ET (22:18 GMT)
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