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Wall Street schließt uneinheitlich - Autowerte im Fokus

DJ Wall Street schließt uneinheitlich - Autowerte im Fokus

NEW YORK (Dow Jones)--Mit einer uneinheitlichen Tendenz haben die Kurse an Wall Street am Freitag die Sitzung beendet. Nachdem es zu Handelsbeginn nach der Bekanntgabe des Rettungspakets für die angeschlagenen US-Automobilkonzerne noch zu deutlichen Aufschlägen gekommen war, verflog diese Euphorie im weiteren Verlauf. Grund waren unter anderem die Abgaben bei den Finanzwerten, nachdem Standard & Poor`s (S&P) die Bonitätsbewertungen bzw die Ausblicke von elf großen Banken gesenkt hat.

Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) reduzierte sich um 0,3% bzw 26 Punkte auf 8.579, nachdem er im frühen Handel schon bis auf 8.787 Punkte geklettert war. Das Tagestief lag bei 8.550 Punkten. Für den S&P-500 ging es dagegen um 0,3% bzw drei Zähler auf 888 nach oben. Der Nasdaq-Composite legte um 0,8% oder 12 Stellen auf 1.564 zu. Umgesetzt wurden 2,14 (Donnerstag: 1,38) Mrd Aktien. Den 1.924 Kursgewinnern standen 1.083 -verlierer gegenüber. 86 Titel schlossen die Sitzung unverändert.

Wie kurz vor Börseneröffnung mitgeteilt wurde, will die US-Regierung der angeschlagenen Automobilbranche vorübergehend unter die Arme greifen, damit sich die Unternehmen sanieren können. Der Branche werden insgesamt 17,4 Mrd USD zur Verfügung gestellt. Die Mittel werden dem Troubled Asset Relief Program (TARP) entnommen. Dieses 700 Mrd USD schwere Rettungspaket war ursprünglich für die Finanzindustrie des Landes aufgelegt worden.

Die Darlehen würden am 31. März zurückgefordert, wenn die Unternehmen bis dahin nicht ein tragbares Unternehmensmodell entwickelt hätten. Ob sich die Unternehmen saniert hätten, solle ein Beauftragter von US-Präsident Bush feststellen. "Damit sollen die Autobauer bis zu einer endgültigen Entscheidung am Leben erhalten werden", so ein Händler. "Es sieht so aus, als ob die Bush-Administration das Problem auf die Obama-Administration übertragen will", fügte ein weiterer Teilnehmer hinzu.

Zudem hätten die Ankündigungen der US-Notenbank im Wochenverlauf die Sorgen bei den Anlegern in Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung wieder verstärkt. "Es stellt sich derzeit jeder die Frage, ob wie eine Depression oder aber eine Rezession erleben werden", sagte ein Analyst.

Die Automobilwerte reagierten mit Kursaufschlägen auf das Rettungspaket. General Motors stiegen um 23% auf 4,49 USD und Ford erhöhten sich um 3,9% auf 2,95 USD. Ford braucht allerdings noch keine finanzielle Unterstützung. Die Aktien machten damit aber nur einen Teil der Vortagesverluste wieder wett, hieß es. Mit dem Rettungspaket reduziere sich das Risiko einer möglichen Insolvenz der US-Autobauer, so ein Händler. Die Aktien des Auto-Zulieferers ArvinMeritor kletterten um 5,9% auf 3,42 USD.

Auf dem Bankensektor lastet dagegen die Herunterstufung durch S&P, unter anderem für Bank of America, J.P. Morgan Chase & Co und Goldman Sachs. Die Abstufung sei überraschend gekommen, so ein Teilnehmer. Grund seien das wachsende Risiko in der Branche sowie die sich verschärfende wirtschaftliche Abschwächung, hieß es von S&P zur Begründung. In der Folge gaben Citigroup um 5,5% auf 7,02 USD nach und waren damit schwächster Wert im DJIA. Bank of America verloren 1,1% auf 13,80 USD. Dagegen stiegen J.P.Morgan Chase um 0,4% auf 30,32 USD.

Positiv wurden die Quartalsdaten von Oracle aufegnommen. "Die Zahlen bewegen sich im Rahmen der Erwartungen", so ein Teilnehmer. Der Ausblick für die Lizenzeinnahmen von Oracle liege zwar etwas unter den Merrill-Erwartungen, sei allerdings nicht "schockierend" angesichts der unsicheren Wirtschaftslage, so die Analysten von Merrill Lynch. Die Aktie kletterte um 7% auf 17,78 USD.

DJG/DJN/ros 
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(END) Dow Jones Newswires

December 19, 2008 17:13 ET (22:13 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
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