DJ Deutsche Importpreise sinken im November stärker als erwartet
WIESBADEN (Dow Jones)--Die Importpreise in Deutschland sind im November stärker gesunken als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag berichtete, fiel der Index der Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 3,4%. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Rückgang von nur 2,5% prognostiziert.
Im Jahresvergleich wurde ein Importpreisrückgang von 1,3% registriert. Hier war im Vorfeld ein Rückgang von nur 0,2% erwartet worden. Im Vormonat waren die Importpreise um 3,6% im Monatsvergleich gesunken. Auf Jahressicht hatte sich noch ein Plus von 2,9% ergeben.
Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnissse lag den Angaben zufolge im November um 3,2% höher als im Vorjahr, während sich im Vergleich mit dem Vormonat ein Minus von 1,2% ergab.
Der Preisrückgang gegenüber November 2007 ist insbesondere auf die gesunkenen Preise für importierte Energieträger (minus 10,6%) zurückzuführen. Gegenüber dem Vormonat fielen sie um 13,1% (nach minus 15,8% im Vormonat). Die Preise für Rohöl sanken im Vorjahresvergleich um 30,3%, gegenüber dem Vormonat um 19,7% (nach minus 24,8% im Oktober gegenüber September 2008).
Mineralölerzeugnisse verbilligten sich gegenüber November 2007 um 28,2%, gegenüber dem Vormonat war ein Preisrückgang von 18,9% zu beobachten. Dagegen war Erdgas mit einem Plus von 55,0% nach wie vor erheblich teurer als im Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat waren die Erdgasimporte jedoch erstmalig seit vierzehn Monaten billiger (minus 1,0%). Auch das Preisniveau für Steinkohle lag wesentlich höher als im November 2007 (plus 63,6%). Gegenüber dem Vormonat waren die Preise weiter rückläufig (minus 5,5% nach minus 3,3% im Oktober gegenüber September 2008).
Bei den Rohstoffen waren insbesondere Nichteisenmetallerze gegenüber November 2007 billiger (minus 23,3%), im Vergleich zum Vormonat sanken die Preise hier um 16,6%. Nichteisenmetalle und deren Halbzeug verbilligten sich um 21,7% gegenüber dem Vorjahresmonat und um 6,9% gegenüber dem Vormonat.
Preisreduzierungen im Vergleich zu November 2007 gab es insbesondere bei Rohkupfer (minus 37,6%). Es verbilligte sich im Vergleich zu Oktober 2008 um 20,1%. Rohnickelimporte wurden im Vorjahresvergleich um 55,3% günstiger, im Vormonatsvergleich war ein Minus von 9,0% zu verzeichnen.
Auch für Blei, Zink und Zinn wurde gegenüber November 2007 weniger bezahlt (minus 38,9%). Im Vergleich zum Vormonat sanken die Preise um 5,0%. Rohaluminium war gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,7%, gegenüber Oktober 2008 um 3,8% günstiger zu importieren.
Im Gegensatz zu den Nichteisenmetallerzen verteuerte sich importiertes Eisenerz im November 2008 gegenüber dem Vorjahresmonat um 91,7%, gegenüber dem Vormonat um 2,5%. Die Preise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen verzeichneten im Vergleich zu November 2007 ein Plus von 5,2%, sanken aber im Vormonatsvergleich um 6,8%.
Im Nahrungsmittelsektor fielen die Preise für Getreide gegenüber dem Vorjahresmonat um 30,8%, gegenüber dem Vormonat um 5,3%. Schweine- und Rindfleisch wiesen nach wie vor Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr auf (plus 12,1% und plus 8,9%), verbilligten sich aber im Vergleich zum Vormonat um 4,6% (Schweinefleisch) und 4,9% (Rindfleisch).
Rohkakao und Rohkaffee wurden dagegen teurer. Die Preise für importierten Kakao stiegen um 31,4% im Vorjahresvergleich und um 8,7% gegenüber Oktober 2008. Rohkaffee war um 10,0% teurer als ein Jahr zuvor (+ 4,8% gegenüber dem Vormonat).
Der Index der Ausfuhrpreise lag im November 2008 um 1,0% höher als im Vorjahr. Im Oktober 2008 hatte die Jahresteuerungsrate 2,0% und im September 2,8% betragen. Gegenüber Oktober 2008 sank der Ausfuhrpreisindex um 0,9% und damit gegenüber dem Vormonat so stark wie seit Januar 1968 nicht mehr.
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December 22, 2008 02:00 ET (07:00 GMT)
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