Der schwer angeschlagene Pay-TV-Sender Premiere
Bisherige Aktionäre erhalten für 11 alte Aktien 1 neue. Der Mindestpreis pro Stück beträgt 3,19 Euro. Das Bezugsangebot soll am 29. Dezember veröffentlicht werden. Die Bezugsfrist beginnt am 30. Dezember und endet voraussichtlich am 12. Januar.
Mit der zweiten Tranche der Kapitalerhöhung soll deren Gesamtvolumen auf 450 Millionen Euro steigen. News Corp sicherte auch dafür Unterstützung zu. Voraussetzung ist aber die Verfügbarkeit neuer Kreditlinien sowie die Befreiung von der Verpflichtung zur Abgabe eines Pflichtangebots an die übrigen Aktionäre, falls News Corps Anteil 30 Prozent übersteigt. Derzeit hält der Konzern des australischen Medienmoguls Rupert Murdoch 25,1 Prozent der Anteile an Premiere. In der ersten Tranche der Kapitalerhöhung soll er auf maximal 29,9 Prozent steigen.
Zusammen mit der die Kapitalerhöhung erhält Premiere neue Kreditlinien über insgesamt 525 Millionen Euro. Das Geld aus der zweiten Kapitalerhöhung hat Premiere für das zweite Quartal 2009 eingeplant. Premiere kündigte "erhebliche" Investitionen ins Programm an und will damit den Umsatz im kommenden Jahr um 50 Millionen Euro steigern.
In diesem Jahr erwartet Premiere einen EBITDA-Verlust zwischen 40 und 60 Millionen Euro. 2009 rechnet der Sender mit einem negativen Cash-Flow zwischen 250 und 275 Millionen Euro sowie einem "signifikanten" EBITDA-Verlust. Die Gewinnschwelle bei EBITDA und Cash-Flow solle Ende 2010 erreicht werden, hieß es. Profitabel will Premiere von 2011 an sein./nl/sb
ISIN DE000PREM111 US65248E2037
AXC0012 2008-12-23/07:16
