Bei dem krisengeschüttelten
Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE)
"Wir haben die BaFin gebeten, den Sachverhalt zu überprüfen, die Antwort steht noch aus", sagte Winkler. "Wir beobachten, ob wir selbst neue Erkenntnisse bekommen, vor allem warten wir aber das Ergebnis der BaFin ab." Dann werde sich zeigen, ob strafrechtlich relevantes Verhalten im Einzelfall vorgelegen habe und Ermittlungen gegen einzelne Personen wegen Insiderhandels aufgenommen werden müssten.
'SPIEGEL': HRE-MANAGER UND FAMILIENANGEHÖRIGE IM VERDACHT
Mehreren Strafanzeigen zufolge sollen laut "Spiegel"
HRE-Manager oder deren Familienangehörige und Freunde noch vor der
ersten Alarmmeldung des Konzerns am 15. Januar im großen Stil
HRE-Aktien abgestoßen haben. Damals hatte die Aktie der HRE
innerhalb weniger Stunden ein Drittel an Wert verloren, nachdem das
Institut völlig überraschend Millionenabschreibungen angekündigt
hatte. Der Konzern habe bis dahin jede nennenswerte Betroffenheit
von der Finanzmarktkrise dementiert und stattdessen betont, gestärkt
aus den aktuellen Verwerfungen des Finanzmarktes hervorzugehen,
hatten Anwälte betroffener Aktionäre vor Weihnachten ihr Vorgehen
gegen das Unternehmen begründet. Seinen Platz im Deutschen
Aktienindex DAX
Parallel zu den Überprüfung wegen Insiderhandels untersucht die Anklagebehörde auch, ob die Führung des Konzerns die Lage auch später bewusst unrichtig dargestellt und ihre Vermögensbetreuungspflicht verletzt hat. Vor Weihnachten hatte die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Marktmanipulationen und falsche Darstellungen nach dem Aktiengesetz die Bank sowie Privaträume von Vorstandsmitgliedern durchsuchen lassen.
Ein HRE-Sprecher wollte sich laut "Spiegel" zu den Vorwürfen nicht äußern. Andere Manager hätten die Führung des Unternehmens gegenüber dem Nachrichtenmagazin in Schutz genommen, weil sie angeblich nur mangelhaft informiert wurde./sd/DP/he
ISIN DE0008027707
AXC0005 2008-12-28/14:48
