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KKR: Zeit der ganz großen Deals fürs Erste vorbei - FASZ

DJ KKR: Zeit der ganz großen Deals fürs Erste vorbei - FASZ

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Private-Equity-Gesellschaft KKR konzentriert sich gegenwärtig vornehmlich auf die Sanierung und Wertsteigerung ihrer Beteiligungen. KKR verfüge nach wie vor über liquide Mittel in Milliardenhöhe, sagte der Europa-Chef von KKR, Johannes Huth, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FASZ). Aber die Zeit "der ganz großen Deals ist fürs Erste vorbei".

Dennoch sieht Huth das Geschäftsmodell von KKR durch die Kreditkrise nicht gefährdet. Er verwies darauf, dass KKR in drei Etappen arbeitet: Zunächst werde ein Unternehmen gekauft, dann werde der Wert des Zukaufs gesteigert und schließlich werde das Unternehmen wieder verkauft. Die Investoren von KKR ermöglichten dem Finanzinvestor Investitionszeiträume von mehr als zehn Jahren. Daher habe KKR den Vorteil, langfristig investieren und handeln zu können.

Zudem passe KKR das Geschäftsmodell der jeweiligen Situation an. So müsse der Finanzinvestor nicht zwangsläufig mit Hilfe von Krediten bei Firmen einsteigen. KKR könne Unternehmen, die von sich aus hoch verschuldet seien, mit Eigenkapital ausstatten. Gerade zum gegenwärtigen Zeitpunkt seien derartige Lösungen attraktiv. Nach solchen Gelegenheiten schaue sich KKR aktiv um, auch in Deutschland. "Wir stehen als Investoren für notleidende Unternehmen bereit", sagte Huth.

Laut Huth steht KKR weiterhin voll und ganz hinter seiner Strategie bei der ProSiebenSat.1 Media AG. Nach seinen Worten war es kein Fehler, dem Medienkonzern aus Unterföhring 4 Mrd EUR Schulden aufzuladen. Huth verwies darauf, dass das MDAX-Unternehmen die Zinsen für die Schulden leicht bedienen kann und von der Nummer 2 in Deutschland zur Nummer 2 in Europa geworden ist.

Webseite: http://www.faz.net 
 
   DJG/brb 

(END) Dow Jones Newswires

December 28, 2008 11:02 ET (16:02 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
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