DJ ver.di ruft Banken zu Verzicht auf Kündigungen auf
BERLIN (Dow Jones)--Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Banken angesichts der Finanzkrise zu einem tariflichen Kündigungsverzicht aufgefordert. "Die Finanzkrise haben nicht die Beschäftigten verursacht", erklärte Uwe Foullong vom ver.di-Bundesvorstand am Montag. "Sie dürfen jetzt nicht zu Opfern einer kurzsichtigen Sparpolitik werden." Klar sei, dass es Veränderungen in den Geschäftsmodellen geben müsse. "Aber die notwendigen Umstrukturierungen müssen und können ohne Kündigungen und gemeinsam mit den Beschäftigten, nicht gegen sie, bewältigt werden", betonte Foullong.
Dabei habe auch die Bundesregierung eine beschäftigungspolitische Verantwortung. Wenn Banken zunehmend den 500 Mrd EUR schweren Rettungsfonds in Anspruch nähmen und weitere öffentliche Unterstützung forderten, dann müsse die Bundesregierung den Vorständen die Auflage machen, niemanden zu entlassen.
Wenn sich der größte Teil der Finanzkonzerne weiterhin weigere, mit ver.di einen tariflichen Kündigungsverzicht für die rund 250.000 Bankbeschäftigten zu vereinbaren, müsse die Bundesregierung eine gesetzliche Regelung zum Kündigungsverbot schaffen, zumindest für Unternehmen, die Gewinne erwirtschafteten.
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December 29, 2008 06:15 ET (11:15 GMT)
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