DJ UPDATE: Münchener Rück nimmt Aktienrückkaufprogramm wieder auf
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Von Rüdiger Schoß DOW JONES NEWSWIRES
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG hat mit der Wiederaufnahme ihres im Frühling unterbrochenen Aktienrückkaufprogramms an der Börse für eine positive Stimmung gesorgt. Bis zur nächsten Hauptversammlung im April 2010 will der DAX-Konzern bis zu 1 Mrd EUR in eigene Aktien investieren. Am Markt waren die Aktien am Donnerstagmorgen mit einem Plus von 3% die größten Gewinner im DAX. Händlern zufolge entschied sich der Versicherer überraschend früh, den bereits erwarteten Schritt zu vollziehen.
In den kommenden Monaten bis zur nächsten Hauptversammlung will die Münchener Rück bis zu 1 Mrd EUR in eigene Aktien investieren. Das entspricht den Angaben zufolge gegenwärtig rund 9,2 Mio Aktien oder 4,7% des Grundkapitals. "Der Rückkauf soll kurzfristig anlaufen", teilte die Gesellschaft am Donnerstag in München mit.
Die zurückgekauften Aktien sollen anschließend eingezogen werden. Je Aktie betrachtet verbessert sich damit die Rentabilität, da der Nettogewinn auf eine geringere Aktienbasis verteilt wird.
Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard sagte, mit der Wiederaufnahme nach sieben Monaten Pause gebe die Gesellschaft nicht benötigtes Kapital an die Aktionäre zurück. "Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich nach unserer Einschätzung ausreichend stabilisiert. Unsere Kapitalausstattung ermöglicht es uns, trotz des Rückkaufs weiterhin gezielt Chancen zu profitablem Wachstum wahrzunehmen." Selbst bei einem Konjunkturrückschlag sei der Konzern weiterhin gut gerüstet.
Seit November 2006 hat der gemessen am Prämienaufkommen weltgrößte Rückversicherer für rund 4 Mrd EUR Aktien zurückgekauft. Nachdem dann jedoch Finanzvorstand Jörg Schneider den Markt im April mit dem Hinweis vorgewarnt hatte, die Vorteile eines weiteren Rückkaufs seien gegenüber den Vorteilen einer komfortablen Kapitalausstattung und der Option auf Zukäufe sorgfältig abzuwägen, stellte der Konzern das Programm im April schließlich ein.
Mitte September kündigte von Bomhard aber an, bis Jahresende eine Wiederaufnahme zu entscheiden: Die Wahrscheinlichkeit dafür sah er als "nicht so gering". Derzeit sehe er kaum Chancen, das Kapital im Rückversicherungsgeschäft einzusetzen, da dort voraussichtlich keine höheren Preise durchsetzbar seien, hatte von Bomhard gesagt.
Entsprechend ist die Wiederaufnahme des Aktienrückkaufprogramms nach Ansicht von M.M. Warburg keine Überraschung. Sie sei seit der Veröffentlichung der Zweitquartalszahlen im August mehrfach angekündigt worden, sagte Analyst Ralf Dibbern zu Dow Jones Newswires. Der genaue Zeitpunkt sei bislang unsicher gewesen. Grundsätzlich sei klar gewesen, dass der Rückversicherer seine Aktien weiter zurückkaufen werde, da die Kapitalisierung "gut" gewesen sei.
Webseite: http://www.munichre.com -Von Rüdiger Schoß, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 117, ruediger.schoss@dowjones.com DJG/rso/jhe Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de
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October 01, 2009 05:01 ET (09:01 GMT)
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