Die brasilianische Wertpapierbörse Bovespa in Sao Paulo hat das Jahr 2008 wegen der Finanzkrise mit dem höchsten Verlust seit mehr als drei Jahrzehnten abgeschlossen. Der Bovespa-Index gab im Vorjahresvergleich um 41,2 Prozent nach. Das ist nach Berechnungen der Zeitung "Folha de Sao Paulo" (Mittwoch) der höchste Verlust seit 1972 und zudem der zweithöchste seit dem Index-Start im Jahr 1968.
Am letzten Handelstag des Jahres kletterte der Bovespa zwar am Dienstag um 1,32 Prozent auf 37.550,31 Punkte. Gegenüber dem Rekordhoch von 73.516 Punkten am 20. Mai 2008 war es sogar ein Minus von fast 50 Prozent. An der Börse von Sao Paulo, der größten Industriemetropole Lateinamerikas, werden die Aktien von rund 450 Unternehmen gehandelt.
Auch die anderen wichtigen Börsen in Lateinamerika schlossen das Jahr tief im roten Bereich ab. In Argentinien verlor der Merval-Index im abgelaufenen Jahr 49,80 Prozent auf 1.079,66 Punkte. Der mexikanische Leitindex IPC stand mit einem Jahres-Abschlag von 24,23 Prozent auf 22.380,32 Punkte im Vergleich noch relativ gut da./hr/DP/stw
AXC0010 2009-01-02/07:48
