DJ IW schlägt "drei Maßnahmen gegen die Krise" vor
BERLIN (Dow Jones)--Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat am Freitag mit Blick auf ein weiteres Konjunkturpaket "drei Maßnahmen gegen die Krise" gefordert. Um der außergewöhnlichen Rezession zu begegnen, "ist ein Konjunkturpaket notwendig, das schnell und kräftig zugleich wirkt, nachhaltig ist und wachstumspolitischen Erwägungen nicht widerspricht," betonte IW-Direktor Michael Hüther in einer Mitteilung und schlug drei Maßnahmen hierfür vor.
Erstens sollten öffentliche Investitionen vorgezogen werden; dadurch ließen sich im Jahr 2009 Ausgaben von 4 Mrd bis 5 Mrd EUR bei allen Gebietskörperschaften gemeinsam mobilisieren. Zweitens plädierte Hüther für eine Reduzierung der Einkommenssteuerlast im unteren Tarifbereich. Die Abflachung des Tarifknicks durch Senkung des Steuersatzes von 24% auf 21% für steuerpflichtige Einkommen von 12.739 EUR führe zu einer Entlastung vor allem kleiner und mittlerer Einkommen um knapp 12 Mrd EUR. Dieser Schritt sei auch geboten, "weil er die überproportionale Beteiligung des Staates an den Lohnerhöhungen mindert".
Drittens könnte durch einen Bundeszuschuss an den Gesundheitsfonds in Höhe von knapp 10 Mrd EUR der paritätische Beitragssatz um einen Prozentpunkt gesenkt oder der Arbeitnehmersonderbeitrag von 0,9 Prozentpunkten ausgesetzt werden. Letzteres wäre hinsichtlich der gewünschten Konsumstärkung zu präferieren, meinte der IW-Direktor. Insgesamt würden nach den Berechnungen Hüthers mit diesen drei Maßnahmen 27 Mrd EUR mobilisiert, was 1,1% des Bruttoinlandsprodukts entspräche.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118, andreas.kissler@dowjones.com DJG/ank/apo Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de
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January 02, 2009 05:05 ET (10:05 GMT)
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