DJ Börse Frankfurt/Anleihen: Neuemissionen, Ausfälle und höhere Renditen
2. Januar 2009. Frankfurt (Börse Frankfurt). Weg vom Geldmarkt, hin zu europäischen Staatsanleihen, das könnte der nächste Trend sein. Nach Angaben der Market Maker der Hypovereinsbank im Handel mit Renten-ETFs waren in den vergangenen Monaten vorwiegend kurze Restlaufzeiten gefragt oder Anleger griffen gleich zum Geldmarkt-ETF iShares Money Market (WKN A0V8DC) Ein Trend, der sich nach Meinung der Händler in den kommenden Monaten rückläufig entwickeln könnte. "Anleger werden sich wegen der mittlerweile mageren Renditen bei eb.rexx-ETFs auf europäische Staatsanleihen konzentrieren", mutmaßt ein ETF-Händler. Auch in Geldmarktfonds geparktes Geld warte auf passende Anlagemöglichkeiten. Unternehmensanleihen begehrt Im Handel mit einzelnen Rentenpapieren beobachten Skontroführer einen regelrechten Ansturm auf Unternehmensanleihen. Auch hier macht sich bemerkbar, dass Bundeswertpapiere - trotz Sicherheitsbedürfnis der Investoren - zu unattraktiv geworden sind. "Wir sind gespannt, was 2009 im Hinblick auf den Rentenmarkt bringen wird", sagt ein Skontroführer der Hellwig Wertpapierhandelsbank. Grundsätzlich seien zwei Szenarien denkbar. "Einerseits könnten Privatinvestoren ihre Dispositionen in 2008 vorverlegt haben, um in den Genuss des so bezeichneten Bestandschutzes bei den nun geltenden neuen Steuerregelungen zu kommen, d.h. bei etwaigen Kursgewinne die Abgeltungssteuer zu vermeiden. Dies hätte zur Folge, dass sich zu Anfang des Jahres auch im Rentenmarkt Lethargie breit machen und die Umsätze massiv zurückgehen würden, meint der Händler. Steueränderung begünstigt Nachfrage Beim zweiten Szenario könne man von einer weiterhin regen Nachfrage nach Anleihen ausgehen, die attraktive Renditen im Niedrigzinsumfeld versprächen. "Wiederum könnte die Abgeltungssteuer als Katalysator dienen. Durch den pauschalen Steuersatz von 25 Prozent auf Zinserträge sind Anleger, deren persönlicher Steuersatz darüber liegt, besser gestellt als vorher", erklärt der Skontroführer. Neuemissionsbrunnen sprudelt "Im Primärmarkt erwarten wir durchaus Aufnahmebereitschaft für neues Material, das verspricht Neuemissionen." Das sei auch an den Platzierungen im November und Dezember 2008 zu erkennen. "Vor allem gute Namen sollten 2009 grundsätzlich keine Probleme haben, sich am Bondmarkt zu finanzieren. Allerdings zu deutlich schlechteren Konditionen gegenüber vor der Finanzkrise als sich die Risikospreads auf historisch niedrigem Niveau bewegten." Versiegende Renditequellen Einen Wehrmutstropfen hat der Händler für Renteninvestoren: Die Ausfallquote von Anleihen könnte sich erhöhen: Ein Zeichen dafür, dass die Finanzkrise in der Realwirtschaft angekommen ist. 2. Januar 2009/Dorothee Liebing Disclaimer Die nachfolgenden News werden Ihnen direkt von der Redaktion von boerse-frankfurt.de bereitgestellt. Die hierin enthaltenen Angaben und Mitteilungen sind ausschließlich zur Information bestimmt. Keine der hierin enthaltenen Informationen begründet ein Angebot zum Verkauf oder die Werbung von Angeboten zum Kauf eines Wertpapiers.
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January 02, 2009 07:27 ET (12:27 GMT)
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