DJ BÖRSEN-AUSBLICK/DAX rettet Schwung ins neue Jahr - Fonds stützen
FRANKFURT (Dow Jones)--Selbst wenn die erhoffte Rally am deutschen Aktienmarkt im Dezember ausgeblieben ist, wird der deutsche Aktienmarkt das leicht positive Momentum zum Jahresausklang wohl in die kommende Woche retten können. So zeichnet sich ab, dass die hier angebotenen Publikumsfonds mit Aktienschwerpunkt tatsächlich vom "Last Call" vor der Einführung der Abgeltungssteuer profitiert und Nettomittelzuflüsse verzeichnet haben.
Bei Union Investment etwa deutet sich an, dass die Fondsgesellschaft des genossenschaftlichen Bankenverbunds den vergangenen Monat mit Nettomittelzuflüssen in ihre Aktienfonds abschließen wird. "Ab Mitte Dezember hat das Geschäft angezogen", sagt Sprecher Markus Temme. Selbst bei der nicht als Aktien-Powerhouse geltenden Allianz Global Investors war die Absatzbilanz zumindest bis Mitte des vergangenen Monats positiv. Diese Gelder dürften nun peu à peu investiert werden. Und da die deutschen Anleger traditionell dem Heimatmarkt zuneigen, dürften DAX und Konsorten überdurchschnittlich profitieren.
Darüber hinaus ist bei vielen Marktteilnehmern so etwas wie eine leichte Aufhellung der "weichen" Stimmungsindikatoren zu beobachten. Dabei werden die Endzeitprognosen von Volkswirten und Aktienanalysten zunehmend in Frage gestellt. "Pfeifen im Walde", ließe sich dem zwar entgegenhalten, wären da beispielsweise nicht die jüngsten vergleichsweise zuversichtlichen Prognosen der deutschen Exportwirtschaft. Auch die abwartende Haltung vieler Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit statt Erwerbslosigkeit schicken, spricht für Zweifel an den düsteren Ausblicken der vermeintlichen Auguren.
Und nicht zuletzt spricht, nachdem der DAX sich aus der Zone um 4.800 Punkte herausgekämpft hat, auch die Charttechnik für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung - allerdings in einem nach wie vor übergeordneten Bärenmarkt. Dabei rückt zunächst die psychologisch wichtige "runde" Marke von 5.000 Zählern in Reichweite. Anschließend gerät der starke Widerstandsbereich bei 5.200 Stellen ins Visier.
Zu den Highlights unter den für die kommende Woche avisierten makroökonomischen Daten dürfte der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember gehören, der am Freitag auf der Agenda steht. Ökonomen erwarten einen neuerlichen Rückgang der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft in einer Größenordnung von 500.000. Damit könnte die Arbeitslosenquote auf 7,0% klettern.
Bereits am Dienstag wird der ISM-Index für den Dienstleistungssektor der größten Volkswirtschaft der Welt erwartet. Das ebenfalls für diesen Tag angekündigte Protokoll der jüngsten geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank könnte weiteren Aufschluss darüber geben, welche Maßnahmen hinsichtlich des angekündigten "quantitative easing" im Ofenmarktausschuss (FOMC) noch diskutiert wurden.
Für den Euroraum stehen am Dienstag die Einkaufsmanagerindizes für das Nicht-Verarbeitende-Gewerbe auf der Tagesordnung. Aus Deutschland werden am Mittwoch, Donnerstag und Freitag Daten zum Arbeitsmarkt, Industrieaufträgen sowie zur Industrieproduktion erwartet.
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January 02, 2009 09:28 ET (14:28 GMT)
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