DJ Union will Steuern um knapp 7 Mrd EUR senken - Handelsblatt
BERLIN (Dow Jones)--Die Union will einem Zeitungsbericht zufolge im Rahmen des zweiten Konjunkturpakets die Steuern um knapp 7,5 Mrd EUR senken. Neben einer Erhöhung des steuerlichen Grundfreibetrags soll nach dem Willen der Unions-Führung der sogenannte Mittelstandsbauch in der Einkommensteuer abgeflacht werden und der Spitzensteuersatz erst ab einem deutlich höheren Einkommen als bisher greifen, berichtet das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) nach Informationen aus Unions-Kreisen. Derzeit rechneten sowohl das bayerische und baden-württembergische Finanzministerium verschiedene Varianten des Unions-Steuermodells durch.
Auch die Arbeitsgruppe Steuern und Finanzen der Unions-Bundestagsfraktion sei an der Ausarbeitung der Steuersenkungspläne beteiligt, hieß es weiter. Am kommenden Freitag treffen sich Vertreter von Union und SPD, um über einen gemeinsam Vorschlag zur Senkung der Steuern als Bestandteil eines weiteren Konjunkturpakets zu beraten.
Konkret sehen die bisherigen Unions-Pläne demnach vor, dass der Grundfreibetrag von heute 7.664 auf 8.000 EUR angehoben wird. Daneben soll der Spitzensteuersatz in der Einkommensteuer künftig erst ab 60.000 EUR greifen, aktuell liegt die Grenze bei 52.152 EUR.
Um die Auswirkungen der kalten Progression in der Einkommensteuer abzufedern, soll nach den Vorstellungen der Union der Einkommensteuertarif für untere und mittlere Einkommen reduziert werden. Dazu soll der sogenannte Knick in der Einkommensteuer bei aktuell 12.739 EUR abgeflacht werden. "Allein dadurch sinkt die Einkommensteuerbelastung um mehr als 3 Mrd EUR", sagte ein mit den Verhandlungen vertrauter Vertreter der Union.
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January 06, 2009 12:06 ET (17:06 GMT)
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