Der Stahlkonzern ThyssenKrupp
Die Gründe für den extremen Einbruch seien dieselben, die ThyssenKrupp Steel nun Hoffnung machen, heißt es in dem Bericht weiter. Um Abschreibungen auf ihre Bestände zu vermeiden, hatten Kunden ihre Lager geleert. Der Einbruch beim Auftragseingang lag daher über dem realen Produktionsrückgang bei den Kunden gelegen. Urban erwartet, dass im Januar und Februar die ausgebliebenen Bestellungen zumindest teilweise nachgeholt werden.
ARBEITSPLATZABBAU NICHT AUSGESCHLOSSEN
Als Reaktion auf die Krise hatte ThyssenKrupp Steel die Werksferien über Weihnachten hinaus verlängert und plant nun für Januar Kurzarbeit. Mit den Betriebsräten wurden bereits entsprechende Vereinbarungen getroffen, um bei den Arbeitsämtern Kurzarbeit bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres 2008/2009 (30. September) zu beantragen. Einen Arbeitsplatzabbau schließt Urban nicht aus, auch wenn es dafür keine konkreten Pläne gebe: "Undenkbar ist in dieser Krise nichts; wir wissen nicht, wie es im Jahr 2009 weitergeht."
Um sich für die schlechten Zeiten zu rüsten, hatte Vorstandschef Ekkehard Schulz ein Sparprogramm über eine Milliarde Euro angekündigt. "Wir tragen etwa 40 Prozent dazu bei", sagte Urban. Der Vorsteuergewinn von ThyssenKrupp Steel machte im abgelaufenen Geschäftsjahr rund die Hälfte des Konzernergebnisses aus./gr/stw
ISIN DE0007500001
AXC0144 2009-01-06/19:36
