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Europäische Börsen schließen fester - Aufwärtstrend hält an

DJ Europäische Börsen schließen fester - Aufwärtstrend hält an

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Börsen haben am Dienstag fester geschlossen und damit ihre Aufwärtsbewegung fortgesetzt. Der Euro-Stoxx-50 legte um 1% bzw 25 Punkte auf 2.578 zu, der Stoxx-50 erhöhte sich um 1,5% oder 33 Zähler auf 2.217. Händler sprachen von Anschlusskäufen. Hierbei spielten neben der Charttechnik sicher auch Hoffnungen auf eine baldige wirtschaftliche Stabilisierung wegen der massiven Zinssenkungen und der umfangreichen Konjunkturpakete in vielen Ländern eine Rolle. Allerdings habe die Aufwärtsdynamik etwas nachgelassen, was an der nun doch überkauften Situation liege, merkten Händler an.

Kleiner Hoffnungsschimmer aus den USA

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gab es aus den USA. Die Situation des US-Dienstleistungssektor stellte sich im Dezember nicht mehr ganz so düster dar wie im Vormonat. Der ISM Index für den Dienstleistungssektor konnte sich anders als das Pendant für das Verarbeitende Gewerbe etwas erholen. Mit 40,6 nach 37,3 Punkten hat sich der Indikator erstmals seit August wieder verbessert. "Eine Schwalbe macht sicherlich keinen Sommer, aber mit dem Bericht keimt doch die Hoffnung, dass die zuvor gesehene rasante Abwärtsbewegung zumindest in Teilen der US-Wirtschaft endlich zum Halten kommt," kommentierte eine Volkswirtin die Daten.

Rohstoffwerte sehr fest - Anziehende Metallpreise helfen

Deutlich steigende Metallpreise zogen die Aktien von Minenbetreibern kräftig in die Höhe. Der Sektor stieg um 9,3%. Ein Analyst führte die Bewegung unter anderem darauf zurück, dass sich viele Investoren auf eine stärkere Gewichtung von Index-Fonds im Rohstoffbereich einstellten. Zudem könnte die Angebotsverknappung auf Produzentenseite künftig zu wieder steigenden Rohstoffpreisen führen.

BHP Billiton legten um 5,7% auf 1.450 p und Rio Tinto um 11,1% auf 1.927 p zu. Der stärkere Aufschlag von Rio Tinto wurde im Handel damit erklärt, dass die Aktie nach dem Scheitern der Übernahme durch BHP Billiton verstärkt unter Druck geraten sei und entsprechend Nachholbedarf habe.

Pharmawerte profitieren weiterhin von Pfizer-Plänen

Weiterhin reger Nachfrage erfreute sich der Pharmasektor, der um 2,2% zulegte. Händler verwiesen auf die Aussagen von Pfizer. Der US-Konzern hatte sich offen gegenüber Übernahmen jeglicher Größe gezeigt. "Das bringt mal wieder ein bisschen M&A-Fantasie in den Markt", sagte ein Teilnehmer. Unter den möglichen Übernahmekandidaten nannten Analysten AstraZeneca, die um 3,5% auf 2.792 p stiegen. Sanofi-Aventis kletterten um 3,5% auf 47,21 EUR.

Automobilsektor sehr fest trotz schwacher US-Absatzzahlen

Die US-Absatzzahlen spielten nach Einschätzung von Händlern für die europäischen Hersteller keine große Rolle. Ein Teilnehmer sprach zwar von "grottenschlechten" Zahlen, nach den extrem schwachen Absatzzahlen der jüngeren Vergangenheit überrasche das aber nicht mehr. Möglicherweise hätten einige sogar noch schlechtere Daten erwartet, was auch die Gewinne vieler Automobilwerte erklärte.

Stärkster Wert im Sektor waren VW, die um 11,9% auf 285 EUR stiegen. Der Zeitpunkt der Anteilserhöhung durch Porsche bei VW sei eine kleine Überraschung, sagte ein Händler. "Dass Porsche auf diesem Niveau auch über den Markt zukauft, ist ein Zeichen von Stärke. Das haben nicht alle so erwartet", fügte der Händler hinzu. Ein wesentlicher Faktor des Anstiegs sei der geringe Streubesitz von VW. Ein paar Kaufaufträge bewegten schon viel. Zudem setzten Marktteilnehmer auf eine höhere Zwangsabfindung für die verbliebenen Aktien, hieß es weiter.

Bankenwerte etwas durch Gerücht belastet

Die Bankenwerte hielten ihre Tageshochs nicht ganz, stiegen aber immerhin noch um 1,8%. Als Belastungsfaktor wurde am Nachmittag das Gerücht über eine angebliche Gewinnwarnung von UBS genannt. Die Schweizer wollten dies nicht kommentieren. Mit einem Plus von 0,8% auf 16,09 EUR zeigte sich die Aktie vergleichsweise robust.

Europäische Schlussindizes am Dienstag, den 6. Januar:

=== 
           Index           Schluss-   Veränd.    Veränd.    Veränd. 
                           stand      abs.       in %   seit Jahresbeginn 
DJ Europe  EuroSTOXX50     2578,43     25,02      0,98     +5,18 
           STOXX 50        2216,62     33,27      1,52     +7,32 
           STOXX 600        212,87      4,18      2,00     +8,11 
London     FTSE 100        4638,92     59,28      1,29     +4,62 
Frankfurt  Xetra DAX       5026,31     42,32      0,85     +4,49 
Paris      CAC40           3396,22     36,30      1,08     +5,54 
Amsterdam  AEX              269,27      7,49      2,86     +9,49 
Athen      ASE             1862,32     50,49      2,79     +4,24    Jan  5 
Brüssel    BEL-20          1997,28     -7,04     -0,35     +4,64 
Kopenhagen KFX              280,45      5,07      1,84    +13,21 
Dublin     ISEQ            2621,15    119,27      4,77    +11,86 
Helsinki   HEX             5845,05    251,70      4,50     +8,17    Jan  5 
Istanbul   IMKB-100       28709,41    720,76      2,58     +6,87 
Lissabon   PSI General     2146,38     43,99      2,09     +3,51    Jan  5 
Madrid     IBEX 35         9724,00     79,90      0,83     +5,74 
Mailand    S&P/MIB        20729       467         2,30     +6,52 
Oslo       OBX Stock        301,41      9,29      3,18    +11,55 
Prag       PX               904,70     20,80      2,35     +5,42 
Moskau     RTS              631,89      6,47      1,03      Unch    Dec 31 
Wien       ATX             1829,44     16,90      0,93     +4,49    Jan  5 
Zürich     SMI             5799,31     43,22      0,75     +4,78 
=== 
   DJG/mif/flf 
Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de 
 

(END) Dow Jones Newswires

January 06, 2009 12:39 ET (17:39 GMT)

Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.

© 2009 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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