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Europa-Börsen schließen schwach - US-Arbeitsmarkt drückt

DJ Europa-Börsen schließen schwach - US-Arbeitsmarkt drückt

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Börsen haben am Mittwoch schwach geschlossen. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach dem deutlichen Anstieg der vergangenen Tage. Schwache US-Arbeitsmarktdaten und eine Gewinnwarnung von Intel hätten die Talfahrt am Nachmittag noch beschleunigt. Der Euro-Stoxx-50 gab um 1,5% oder 40 Punkte auf 2.539 nach, der Stoxx-50 sank um 1,5% bzw 33 Zähler auf 2.184.

Vor allem der ADP-Arbeitsmarktbericht wurde mit Sorgenfalten quittiert. Mit einem Minus im Dezember von 693.000 Stellen wurde die Erwartung von 515.000 weit überschritten. Der offizielle US-Arbeitsmarktbericht wird am Freitag veröffentlicht. Hier erwarten von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen einen Rückgang der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft von 500.000, die Arbeitslosenquote sehen sie bei 7,0%. Im November lag der Jobverlust bei 533.000 Stellen.

Rohstoff- und Energiewerte unter Druck

Energiewerte standen mit einem Abschlag von 3,5% unter Druck. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen wegen des Ölpreisrückgangs. Die Rohöllagerbestände der USA waren in der Woche zum 2. Januar im Vergleich zur Vorwoche unerwartet kräftig gestiegen. Die Spekulation über eine mögliche Gewinnwarnung von BP belastete die Aktie. BP gaben um 5,6% auf 524 p nach. Die zuletzt stark gestiegenen Rohstofftitel fielen um 4%.

Versorgersektor durch Gasstreit belastet

Unter Abgabedruck stand indes der Versorgersektor nach der Verschärfung des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine. Händler rechnen aber mit einer baldigen Lösung des Konflikts zwischen dem Gasexporteur Russland und der Ukraine. "Ich gehe davon aus, dass der politische Druck deutlich anziehen wird", sagte ein Teilnehmer. E.ON gaben um 3,4% auf 28,99 EUR nach, RWE verloren 2,1% auf 66,00 EUR.

Technologietitel halten sich trotz Intel-Gewinnwarnung recht gut

Der Technologiesektor konnte sich mit einem Abschlag von 0,3% trotz der Gewinnwarnungen von Intel und Microchip Technology besser als der Gesamtmarkt halten. Im Handel wurde auf das geplante Infrastrukturprogramm in den USA verwiesen, das auch Investitionen im Bereich Netzwerkausrüstung vorsieht. Ericsson legten um 2,4% auf 64,70 SEK zu. Auch SAP waren mit einem Aufschlag von 0,5% auf 26,69 EUR gefragt. IT-Werten werde wegen vielfach geringer Verschuldung und hoher Margen in der laufenden Rezession eine bessere Ausgangsposition zugemessen als vielen anderen Sektoren, erläuterten Marktbeobachter.

Britische Bankenwerte mit Relativer Stärke

Mit einem Abschlag von 0,3% konnte sich auch der Bankensektor gut halten. Lloyds TSB, HBOS und Barclays legten sogar deutlich zu. Die britischen Bankenwerte hatten zuletzt eher zur Schwäche geneigt, profitierten nun aber von Spekulationen, das Leerverkaufsverbot in Großbritannien könnte verlängert werden. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass auf dem aktuellen Niveau noch Shortpositionen in größerem Umfang aufgebaut werden, aber sollte das Verbot verlängert werden, wäre dies natürlich positiv für den Sektor", sagte ein Analyst.

HBOS stiegen um 5,5%, Lloyds um 4,1% und Barclays um 4%. Die britische Finanzaufsicht FSA hatte am Montag mitgeteilt, dass das Verbot von Leerverkäufen für Finanzwerte am 16. Januar ausläuft. Allerdings sei eine Änderung der Beschlusslage jederzeit möglich.

Automobiltitel stärkster Sektor

Insbesondere die Aufschläge von VW in Höhe von 3,5% auf 295,00 EUR hätten hier den Sektor gezogen, hieß es. Insgesamt kletterte der Sektorindex für die Automobilbranche um 1,4%.

Europäische Schlussindizes am Mittwoch, den 7. Januar:

=== 
           Index           Schluss-   Veränd.    Veränd.    Veränd. 
                           stand      abs.       in %   seit Jahresbeginn 
DJ Europe  EuroSTOXX50     2538,55    -39,88     -1,55     +3,55 
           STOXX 50        2184,10    -32,52     -1,47     +5,74 
           STOXX 600        210,31     -2,56     -1,20     +6,81 
London     FTSE 100        4507,51   -131,41     -2,83     +1,65 
Frankfurt  Xetra DAX       4937,47    -88,84     -1,77     +2,65 
Paris      CAC40           3346,09    -50,13     -1,48     +3,98 
Amsterdam  AEX              265,04     -4,23     -1,57     +7,77 
Athen      ASE             1920,73     58,41      3,14     +7,51 
Brüssel    BEL-20          1997,91      0,63      0,03     +4,68 
Kopenhagen KFX              271,07     -9,38     -3,34     +9,43 
Dublin     ISEQ            2621,56      0,41      0,02    +11,88 
Helsinki   HEX             5781,48    -63,57     -1,09     +6,99 
Istanbul   IMKB-100       27892,65   -816,76     -2,84     +3,83 
Lissabon   PSI General     2192,77     46,39      2,16     +5,75    Jan  6 
Madrid     IBEX 35         9570,00   -154,00     -1,58     +4,07 
Mailand    S&P/MIB        20606      -123        -0,59     +5,89 
Oslo       OBX Stock        285,28    -16,14     -5,35     +5,58 
Prag       PX               879,60    -25,10     -2,77     +2,49 
Moskau     RTS              631,89      6,47      1,03      Unch    Dec 31 
Wien       ATX             1899,38     69,94      3,82     +8,48 
Zürich     SMI             5761,69    -37,62     -0,65     +4,10 
=== 
   DJG/mif/flf 
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(END) Dow Jones Newswires

January 07, 2009 12:36 ET (17:36 GMT)

Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.

© 2009 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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