DJ ÜBERBLICK/Konjunktur, Zentralbanken - 19.00 Uhr-Fassung
US/ADP: Beschäftigung privater Sektor Dezember -693.000 Stellen
Die Beschäftigung im privaten Wirtschaftssektor der USA ist nach einem Bericht des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing Inc (ADP) im Dezember um 693.000 Stellen gesunken. Ökonomen hatten einen Rückgang um 515.000 erwartet. Der am Mittwoch veröffentlichte Bericht umfasst erstmals methodologische Änderungen, teilte ADP mit. Damit soll eine größere Übereinstimmung mit der Methodik des Bureau of Labor Statistics (BLS) hergestellt werden.
US-Kongress erwartet Budgetdefizit in Rekordhöhe
Das Haushaltsbüro des US-Kongresses rechnet für das laufende Fiskaljahr 2009 mit einem Budgetdefizit in der Rekordhöhe von 1,186 Bill USD. Der Fehlbetrag entspreche etwa 8,3% des Bruttoinlandsprodukts (BIP), teilte das Congressional Budget Office (CBO) mit. Für das Fiskaljahr 2010 veranschlagt das Büro einen Negativsaldo von 703 Mrd USD.
US-Rohöllagerbestände steigen überraschend stark
Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der Woche zum 2. Januar im Vergleich zur Vorwoche unerwartet kräftig um 6,7 Mio Barrel auf 325,4 Mio Barrel gestiegen. Analysten hatten im Durchschnitt lediglich mit einem Anstieg um 0,4 Mio Barrel gerechnet.
Bini Smaghi will aktivere Rolle der EZB in der Bankenaufsicht
EZB-Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi hat eine gewichtigere Rolle der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Bankenaufsicht gefordert. "Wir sollten uns auf ein Bankenaufsichtssystem zubewegen, in dem - zumindest was die großen Banken betrifft - eine internationale Koordination Vorrang hat vor nationalen Bedürfnissen", sagte Bini Smaghi der Online-Ausgabe von "La Repubblica".
EZB: Nettofremdwährungsposition steigt auf 373,2 Mrd EUR
Die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung ist zum 31. Dezember gegenüber der Vorwoche um 12,5 Mrd auf 373,2 Mrd EUR gestiegen. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte, wuchsen die Bestände des Eurosystems an marktgängigen Wertpapieren von Ansässigen in der Eurozone um 149,9 Mrd auf 271,2 Mrd EUR.
Norwegen setzt mehr Öleinnahmen zur Konjunkturbelebung ein
Norwegen wird zur Stützung der Konjunktur mehr Geld als gewöhnlich aus seinem Staatsfonds einsetzen, der die Einnahmen aus der Ölförderung verwaltet. Ministerpräsident Jens Stoltenberg kündigte an, mehr als die üblichen 4% des Fonds verwenden zu wollen. Damit soll ein staatliches Konjunkturpaket ausgestattet werden, das Ende Januar vorgestellt werden soll.
DJG/apo
(END) Dow Jones Newswires
January 07, 2009 13:00 ET (18:00 GMT)
Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.
