DJ Wall Street mit neuen Konjunktursorgen unter Druck
NEW YORK (Dow Jones)--Die Rückkehr der Konjunktursorgen hat am Mittwoch an Wall Street das Geschehen bestimmt und die Indizes steil nach unten geführt. Schwache Arbeitsmarktdaten, eine Gewinnwarnung von Intel, eine reduzierte Prognose von Alcoa und hohe Öllagerbestände haben für Ernüchterung gesorgt und das Bild einer lahmenden Konjunktur wieder ins Bewusstsein gerückt. "Damit haben sich die Aussichten auf die kommende Berichtssaison weiter eingetrübt", meinte ein Händler.
Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) fiel um 2,7% bzw 245 Punkte auf 8.770. Der S&P-500 verlor 3% bzw 28 Punkte auf 907. Der Nasdaq-Composite gab um 3,2% bzw 53 Punkten auf 1.599 ab. Das Umsatzvolumen betrug 1,23 (Dienstag: 1,33) Mrd Aktien. Die Zahl der Gewinner lag bei 537, die der Verlierer bei 2.469. Unverändert schlossen 61 Aktien.
Der schwächer als erwartet ausgefallene ADP-Arbeitsmarktbericht wurde als wichtiger Belastungsfaktor angesehen. Der offizielle US-Arbeitsmarktbericht wird am Freitag veröffentlicht. Hier erwarten von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen einen Rückgang der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um 500.000 Stellen, die Arbeitslosenquote sehen sie bei 7,0%. Es wird aber nicht ausgeschlossen, dass der Abbau noch schneller vorangegangen sein könnte, heißt es am Markt mit Blick auf den ADP-Bericht.
In dieses Bild habe sich auch die Nachricht von Alcoa gefügt, wonach wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise bis Jahresende weltweit 13.500 Stellen gestrichen werden sollen. Außerdem soll die Produktion gedrosselt werden. Der Wegfall von 13.500 Stellen entspreche einem Abbau der Belegschaft um 13%, heißt es. Die Aktie gab 10,1% auf 10,89 USD nach.
Microchip Technology verloren 7,5% auf 18,50 USD, nachdem der Chiphersteller seinen Ausblick für den Gewinn im dritten Quartal gesenkt hat. Der Sektor insgesamt wurde durch die Intel-Gewinnwarnung massiv belastet. Der Konzern geht von einer weiterhin schwachen Nachfrage an den Endmärkten aus. Die Intel-Aktie verbilligte sich um 6,1% auf 14,44 USD.
Ölwerte litten unter der Spekulation einer Gewinnwarnung von BP und dem Fall des Ölpreises nach Veröffentlichung überraschend hoher US-Lagerbeständsdaten. Im Handel wurde herumgereicht, BP könne den Ausblick für das vierte Quartal um 10% zurücknehmen. BP war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Exxon Mobil sanken um 2,6% auf 78,25 USD.
Time Warner verloren nach einer Gewinnwarnung 6,3% auf 10,29 USD. Das Unternehmen hat einen Verlust für das Gesamtjahr prognostiziert. Zudem wurde von einer schwieriger als bisher gedachten Geschäftslage gesprochen, insbesondere, was die Werbeeinnahmen angeht.
Family Dollar Stores stiegen dagegen um 14% auf 27,81 USD. Das Unternehmen hat einen Anstieg von 14% beim Gewinn gemeldet und den Ausblick auf das Gesamtjahr angehoben. Monsanto kletterten um 17,3% auf 86,16 USD, nachdem der Agrarchemiespezialist gute Zahlen vorgelegt und die Jahresprognose erhöht hat.
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January 07, 2009 16:30 ET (21:30 GMT)
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