8. Januar 2009. Zum Jahresanfang steht der deutsche Leitindex DAX als Basiswert hoch im Kurs der Anleger. Auch der niedrige Ölpreis lockt Investoren. Gold bleibt als sicherer Hafen beliebt.
Der Handel mit Derivaten an der Frankfurter Börse hat im neuen Jahr noch keine richtige Fahrt aufgenommen. "Die Anleger lassen das neue Jahr auf sich wirken und wissen noch nicht so recht, wo es langgehen könnte", berichtet Simon Görich, Händler bei der Baader Bank. Es gebe zwar eine verhalten optimistische Haltung, doch die Umsätze seien noch gering. Wer aktiv ist, hat große Indizes und ganze Märkte im Fokus, weiß Görich.
DAX beliebter Basiswert
Während dieser Woche wurden daher sowohl bullische Knock-out-Scheine auf den DAX (WKNs DB66US und DB83TU) als auch ihre bearishen Gegenstücke gekauft (WKNs DB20TU und BN19CT). Anfang der Woche trennten sich die Anleger noch von den bearishen Knock-out-Papieren auf den Leitindex (WKN BN12ZY). Verkauft werden auch Deep-Discounter auf den DJ Euro Stoxx 50 (WKN DZ6E8Y).
"Im Bereich der Hebelprodukte sind Nebenwerte momentan einfach nicht en Vogue. Die Anleger können bekannte Indizes wie den DAX oder den DJ Euro Stoxx einfach besser einschätzen", erklärt Nicolai Tietze von der Deutschen Bank. Bei einzelnen Aktien sei es in den vergangenen Monaten zu oft zu großen, unberechenbar erscheinenden Schwankungen gekommen. "Selbst ein großer Index wie der DAX bietet momentan aber genug Volatilität, um auch für spekulative Anleger interessant zu sein", fährt Tietze fort.
Niedriger Ölpreis lockt Anleger
Ebenfalls stark im Fokus der Anleger ist der Ölpreis. "Gerade Privatanleger haben das Öl zum Beispiel durch den Kauf von Heizöl oder Benzin ständig im Blick", erläutert Tietze. "Die Menschen können sich ähnlich wie beim Gold einfach etwas darunter vorstellen." Die Investoren setzten bei den momentanen Niedrigkursen auf eine Bodenbildung. Verstärkt legen sich die Investoren daher ein währungsgesichertes Tracker-Zertifikat auf Futures der Rohölsorte Brent Crude ins Depot (WKN ABN14R).
Auch ETCs auf den DJ-AIG Crude Oil Sub-Index (WKN A0KRJX) und auf Rohöl der Sorten Brent (WKN A0KRKM) und WTI (WKN A0KRKN) werden rege gekauft.
Gold hoch im Kurs
Zum wiederholten Mal findet sich Xetra-Gold (WKN A0S9GB) ganz oben auf den Kauflisten der Anleger. Rechtlich ein Zertifikat, ist diese Anleihe zu 95 Prozent mit physischem Gold hinterlegt. "Die Verschärfung der Finanzkrise im dritten Quartal mit der Pleite einer großen US-amerikanischen Investmentbank hat physisches Gold sehr stark auf die Anlegeragenda gebracht", analysiert Dora Borbély, Rohstoffexpertin bei der DekaBank. "Die verstärkte Schmucknachfrage während der Hochzeitssaison in Indien wird in den kommenden Monaten ebenfalls eine Stütze für den Goldpreis sein." Weil Anleger auch in näherer Zukunft das Edelmetall als vermeintlich sicheren Hafen sähen, rechnet die Volkswirtin daher damit, dass sich der Goldpreis auf Jahressicht über 800 US-Dollar halten wird.
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8. Januar 2009 / Jean Hoffmann
(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)
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